<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001248-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>20.7.1916</date>, <note>2 S., Ts. mit eU, Postkarte an </note><quote type="rdg">Herrn | Dr. phil. Hans Prager | Wien | Universität</quote><note>, Poststempel </note><quote type="rdg">HALLE | 20.7.16. 8–9 N. | (SAALE) 2</quote><note>, Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. VAIHINGER | GEH. REG. RAT | Halle a. S., den … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131912</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1248" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001248-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1916-07-20">20.7.1916</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116280042">Hans Prager</persName></correspAction><note type="repository">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131912</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>20.7.1916</date>, <note>2 S., Ts. mit eU, Postkarte an </note><quote type="rdg">Herrn | Dr. phil. Hans Prager | Wien | Universität</quote><note>, Poststempel </note><quote type="rdg">HALLE | 20.7.16. 8–9 N. | (SAALE) 2</quote><note>, Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. VAIHINGER | GEH. REG. RAT | Halle a. S., den … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131912</bibl></head></front><body><dateline>20.7.1916.</dateline><p>Sehr geehrter Herr Doktor! Es hat mich sehr gefreut, von Ihnen nach so langer Zeit ein Lebenszeichen zu erhalten. Es freut mich, dass Sie den grossen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1693"/>Gefahren des Feldes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1693"/> entronnen sind und dass Sie, wenn Sie auch noch nicht wieder Ihren Studien sich widmen können, doch jetzt einen leichteren Dienst haben werden, bei welchem Sie körperlich und seelisch „wieder auf den Damm kommen“ werden, wie man hierzulande sagt. Ich kann mir vorstellen, dass Sie bei Ihrer zarten Konstitution sehr viel schweres durchgemacht haben und es ist doch wieder andererseits ein gutes Zeichen einer zähen Körperveranlagung, dass Sie das alles überstanden haben. – Unsere Kantgesellschaft floriert trotz des Krieges, wenn sie auch viele Mitglieder verloren hat. Die „Kantstudien“ erscheinen trotz grosser Schwierigkeiten weiter, auch Ergänzungshefte, Vorträge und sogar ein Neudruck. – Mein eigenes Befinden ist erträglich. Der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1694"/>Nebel vor den Augen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1694"/> hat <pb/> immer mehr zugenommen. Zur Erholung (sowie zur Kräftigung vor einer ev<add>[entuellen]</add> Operation) reise ich im nächsten Monat nach Thüringen. Nachrichten erreichen mich unter meiner hiesigen Adresse. – Hoffentlich geht Oesterreich aus dem Kriege gekräftigt und verjüngt hervor. Ich wiederhole den Ausdruck meiner Freude über Ihre Errettung und verbleibe mit verbindlichem Gruss Ihr ergebener</p><signed>Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1693"><lem>Gefahren des Feldes</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 8.1.1915</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1694"><lem>Nebel vor den Augen</lem><note>Vaihinger litt an einer Star-Erkrankung beider Augen, <abbr>vgl.</abbr> sein Schreiben an einen nicht bekannten Augenarzt vom 14.6.1914.</note></app></listApp></back></text></TEI>