<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001188-9</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Richard Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">o. O [Halle]</placeName>, <date>11.1.1914</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Autogr. I/4590</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1188" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001188-9"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>o. O [Halle]</placeName><date when="1914-01-11">11.1.1914</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/1179385268">Richard Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Karl Richard Vaihinger</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Autogr. I/4590</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Richard Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">o. O [Halle]</placeName>, <date>11.1.1914</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Autogr. I/4590</bibl></head></front><body><dateline>11.I.14</dateline><salute>Lieber Rico!</salute><p>Ich habe an die Herren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1215"/><hi rend="underline">Beuermann</hi>, <hi rend="underline">Blauert</hi> und <hi rend="underline">Weiße</hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1215"/> geschrieben, und sie gebeten, mit Dir darüber zu sprechen, wann und wo ich sie am besten treffen kann. Am besten ist es, wenn ich die Herren zwischen 12 und 1 Uhr in der Akademie selbst sprechen kann; aber wenn das nicht geht, so könnte ich die Herren Nachmittags in ihrer Wohnung sprechen, wenn sie zu Hause sind. Das mußt <pb/> Du nun mit den Herren besprechen, und Dir <hi rend="underline">sofort</hi> nach jeder Unterredung das Resultat <hi rend="underline">notiren</hi>; sonst verwechselst Du ja die die drei mit einander und das gäbe eine große Konfusion. Also: <hi rend="underline">notiren</hi>.</p><p>Diese Notiz legst Du dann am besten <hi rend="underline">auf Deinen Tisch</hi>, damit wir sie am Mittwoch finden, wenn wir um 10½ in Deine Wohnung kommen.</p><p>Natürlich mußt Du Deinen Hausleuten vorher sagen, daß wir in Dein Zimmer kommen werden. <pb/></p><p>Die l<add>[iebe]</add> Mama will natürlich auch bei dieser Gelegenheit Deine Kleider und Deine Wäsche controliren. Da legst Du nun am besten Deine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1216"/><hi rend="underline">Schlüssel</hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1216"/> auch auf Deinen Tisch aber <hi rend="underline">nicht offen</hi> – sondern in einem verschlossenen Couvert, das geht leicht und macht keine Mühe.</p><p>Auch den D<hi rend="superscript"><hi rend="underline">r</hi></hi> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1217"/><hi rend="underline">Hoell</hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1217"/>, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1218"/>Deinen Nervenarzt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1218"/>, will ich sprechen; also bitte, schreibe <hi rend="underline">seine Adresse</hi> und seine <hi rend="underline">Sprechstunden</hi> auf ein Stück Papier, das Du auch auf Deinen Tisch legst. <pb/></p><p>Vielleicht kann ich ihn noch zwischen 11 und 12 besuchen, sonst wol eher Nachmittags zwischen 2 und 4. Wir wollen die Zeit ausnützen, damit wir bald wieder abfahren können; <hi rend="underline">eventuell</hi> kannst Du auch noch nach unserer Abfahrt eine Privatstunde nehmen, falls Dir das nicht zu viel wird. –</p><p>Da die l<add>[iebe]</add> Mama nach dem Essen <hi rend="underline">sofort</hi> sich hinlegen muß, so essen wir am besten in dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1219"/>Café<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1219"/> Kaiser selbst auch mit Dir zusammen. Du kannst ja das dem Wirt vorher sagen, damit er uns besonders deckt: es wird ja wol auch etwas Gutes an dem Tage geben, eventuell kann er ja etwas Besonderes machen.</p><p>Besten Gruß Dein</p><signed>V<add>[ater]</add></signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1215"><lem><hi rend="underline">Beuermann</hi>, <hi rend="underline">Blauert</hi> und <hi rend="underline">Weiße</hi></lem><note>gemeinte nicht ermittelt; womöglich Lehrer von <name>Richard Vaihinger</name> (zum Zeitpunkt der Abfassung des Schreibens 21 Jahre alt). Es kann sich auch um Ärzte handeln.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1216"><lem><hi rend="underline">Schlüssel</hi></lem><note>doppeltes s mit ß geschrieben</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1217"><lem><hi rend="underline">Hoell</hi></lem><note>Lesung unsicher, stark verschrieben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1218"><lem>Deinen Nervenarzt</lem><note>Grund und Ort der Behandlung sowie behandelnder Arzt nicht ermittelt.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1219"><lem>Café</lem><rdg>Cafe</rdg></app></listApp></back></text></TEI>