<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001172-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Thimme</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>6.6.1913</date>, <note>4 S., hs. (andere Hd., mit eU), Textverluste durch Ausriß in der Faltung des Briefbogens, Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | GESCHÄFTSFÜHRER: GEH.-RAT PROF. DR. VAIHINGER, HALLE A. S. | STELLVERTRETENDER GESCHÄFTSFÜHRER: | DR. ARTHUR LIEBERT, BERLIN W. 15, FASANENSTRASSE 48. | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Bundesarchiv Koblenz, N 1058/8</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1172" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001172-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1913-06-06">6.6.1913</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/119183501">Friedrich Thimme</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118546252">Eduard von Hartmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118779508">Max Lenz</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118580140">Friedrich Meinecke</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118616390">Eduard Spranger</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118610007">Theodor von Schön</name></note><note type="repository">Bundesarchiv Koblenz, N 1058/8</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Thimme</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>6.6.1913</date>, <note>4 S., hs. (andere Hd., mit eU), Textverluste durch Ausriß in der Faltung des Briefbogens, Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | GESCHÄFTSFÜHRER: GEH.-RAT PROF. DR. VAIHINGER, HALLE A. S. | STELLVERTRETENDER GESCHÄFTSFÜHRER: | DR. ARTHUR LIEBERT, BERLIN W. 15, FASANENSTRASSE 48. | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Bundesarchiv Koblenz, N 1058/8</bibl></head></front><body><dateline>6. Juni 1913.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr Doktor!</salute><p>Inliegend sende ich Ihnen <hi rend="underline">vertraulich</hi> einen Brief von <name>Meinecke</name>, worin e<add>[r]</add> Bedenken dagegen äußert, daß das <add>[Preis]</add>thema auf <name>Theodor v. Schön</name> besonders hin<add>[ausläuft]</add>.</p><p>Meine Antwort vom 30. Mai lege ich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1095"/>gleichzeitig bei<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1095"/>.</p><p>Der definitive <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1096"/>Aufruf<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1096"/>, wie er nunmehr gedruckt <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1097"/>ist<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1097"/> und nunmehr versendet wird, liegt ebenfalls bei. Sie ersehen daraus, daß ich versucht habe, durch die Formulierung die definitive Entscheidung über das Preisthema selbst noch frei <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1098"/>zu <pb/> lassen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1098"/>, da die von <name>Meinecke</name> genannten Namen, die noch zu dem Namen <name>von Schön</name> zugefügt werden sollten, ja schon in dem Aufruf selbst enthalten sind, so habe ich sie nicht noch extra wiederholen wollen, habe aber, um seiner Monierung entgegenzukommen, die Formulierung einstweilen so gewählt, daß <hi rend="underline">eventuell</hi> auf <name>Schön</name> besondere Rücksicht genommen werden könne und habe dieses in anderen Lettern gesetzt.</p><p>Die definitive Formulierung steht uns noch vollständig frei, denn diese vorläufige Mitteilung, wie wir sie jetzt zur Beschaffung der Mittel versenden, ist ja noch nicht das definitive Preisausschreiben. Das definitive Preisausschreiben bekommt die Form, wie die Beilage über die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1099"/><name>Eduard v. Hartmann</name> Preisaufgabe<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1099"/> sie hatte. Diese Beilage (unser 6. Preisausschreiben) enthält ja auch eine nähere <pb/> Erläuterung über das Preisthema.</p><p>Ich schreibe Ihnen nun dies alles <hi rend="underline">vorläufig</hi> zu dem Zweck, um Sie um Rat zu bitten bezüglich der definitiven Formulierung. Soll in der Formulierung die Rücksicht auf <name>Theodor v. Schön</name> aufgenommen werden, oder soll dieser nur in einer Erläuterung erwähnt werden?</p><p>Da Sie schon früher mit <name>Meinecke</name> korrespondiert hatten, so hatte ich angenommen, daß er wisse, daß die <add>[Preis]</add>aufgabe ursprünglich von <name>Theodor Schön</name> ausgegangen ist.</p><p>Vielleicht ist es nun am zweckmäßigsten, wenn Sie selbst Ihrerseits mit <name>Meinecke</name> über die Formulierung des Themas korrespondieren würden. Doch würde es vielleicht das Richtige sein, wenn nicht <hi rend="underline">Sie selbst</hi> die Korrespondenz beginnen würden, sondern wenn <hi rend="underline">ich</hi> <name>Meinecke</name> bitten würde an Sie über diese Angelegenheit zu schreiben. <pb/></p><p>Jedenfalls wollen Sie Ihrerseits einstweilen <hi rend="underline">noch nichts tun</hi>, sondern mir Ihre Meinung schreiben, was jetzt am besten geschehen soll.</p><p>Noch bemerke ich ausdrücklich, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1100"/>daß einer der übrigen Unterzeichner <name>Lenz</name> und <name>Spranger</name> eingeschlossen, daran Anstoß genommen haben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1100"/>, daß die ursprüngliche Formulierung des Themas besondere Rücksichtnahme auf <name>Theodor von Schön</name> verlangt.</p><p>Mit bestem Gruß Ihr</p><signed>Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1095"><lem>gleichzeitig bei</lem><note>es sind keine Beilagen überliefert</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1096"><lem>Aufruf</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Thimme vom 27.5.1913</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1097"><lem>ist</lem><note>von Vaihingers <abbr>Hd.</abbr> über der Zeile eingefügt für gestrichen: </note><rdg>wird</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1098"><lem>zu <pb/> lassen</lem><rdg>zu | zu lassen</rdg><note> am Seitenwechsel doppelt stehen geblieben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1099"><lem><name>Eduard v. Hartmann</name> Preisaufgabe</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger (mit Arthur Liebert): Sechstes Preisausschreiben der Kantgesellschaft. Eduard von Hartmann-Preisaufgabe. Eduard von Hartmanns „Kategorienlehre“ und ihre Bedeutung für die Philosophie der Gegenwart. In: Kant-Studien 17 (1912), <abbr>S.</abbr> 334–336. Datiert im Mai 1912.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1100"><lem>daß … haben</lem><note> so wörtlich</note></app></listApp></back></text></TEI>