<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001151-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Richard Hönigswald</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Breslau</placeName>, <date>24.11.1912</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 3 e, Nr. 7</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1151" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001151-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118552082">Richard Hönigswald</persName><placeName>Breslau</placeName><date when="1912-11-24">24.11.1912</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118724681">Felix Krueger</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116589817">Eugen Kühnemann</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 3 e, Nr. 7</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Richard Hönigswald</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Breslau</placeName>, <date>24.11.1912</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 3 e, Nr. 7</bibl></head></front><body><dateline>Breslau V. Tauentzienstraße 7, den 24.XI.1912.</dateline><salute>Hochverehrter Herr Geheimrat!</salute><p>Die Übersendung einer soeben erschienenen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-918"/>kleinen Arbeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-918"/> von mir, die ich mir erlaube Ihnen gleichzeitig mit diesen Zeilen als Drucksache zugehen zu lassen, bietet mir den willkommenen Anlaß, Ihnen meinen herzlichsten Dank auszusprechen für <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-919"/>die liebenswürdigen Zeilen, mit welchen Sie meinen Geburtstagswunsch zu beantworten die Güte hatten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-919"/>. Wie immer, so bekundeten Sie auch diesmal Ihr mir so überaus wertvolles, herzliches Interesse an meinem menschlichen und akademischen Ergehen. – Dass ich hier <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-920"/>momentan<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-920"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-921"/>wieder <name>Kühnemann</name> vertrete<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-921"/>, ist Ihnen wohl bekannt. Der sehr gute Besuch meiner Vorlesungen und Übungen ist <abbr>z. T.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-922"/>ge<pb/>wiß<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-922"/> auch diesem Umstand zuzuschreiben. Ganz besondere Freude macht mir mein Kolleg über die „Psychologie des Erkennens“, dessen Plan durchaus unter dem Einfluß Ihrer gelegentlichen gütigen Anregung gefasst worden war. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-923"/>Vielleicht ist es mir möglich, in absehbarer Zeit über diesen Gegenstand etwas, <abbr>u.</abbr> zw<add>[ar]</add> mit einem Ausblick auf gewisse Probleme der Pädagogik hin, zu veröffentlichen.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-923"/></p><p>Herzlich erfreut hat mich Ihre Nachricht von der bevorstehenden <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-924"/>zweiten Auflage Ihres großen Werkes.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-924"/> Und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-927"/>eine<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-927"/> ganz besondere Freude wäre es für mich, wenn <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-928"/>meine Besprechung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-928"/> in den Gött<add>[ingischen]</add> Gel<add>[ehrten]</add> Anz<add>[eigen]</add> mit dazu beigetragen haben würde, wenn auch zum ganz kleinen Teile, diesen Erfolg zu zeitigen. Auf jeden Fall beweist er Ihnen, wie zeitgemäß Ihr Hervortreten doch gewesen <pb/> ist und wie sehr Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-929"/>doch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-929"/> von der Zeit verstanden worden sind. In herzlicher Mitfreude spreche ich Ihnen hierzu, hochverehrter Herr <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-930"/>Geheimrat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-930"/>, meine aufrichtigsten Glückwünsche aus. In der zuversichtlichen Hoffnung, daß es Ihnen und den verehrten Ihrer immer gut geht, bin ich mit den ergebensten Empfehlungen auch an Ihre hochverehrte Frau Gemahlin Ihr Sie, wie immer, aufrichtigst hochschätzender</p><signed>R Hönigswald</signed><postscript><p>Dürfte ich Sie noch um die große Freundlichkeit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-931"/>bitten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-931"/> mir gelegentlich die amerikanische Adresse von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-932"/><abbr>Prof.</abbr> <hi rend="underline"><name>Krueger</name></hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-932"/> gütigst mitteilen zu lassen, da ich den Wunsch hätte meine kleine Arbeit auch ihm zu übersenden. In herzlicher Ergebenheit d<add>[er]</add> O<add>[benstehende]</add></p></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-918"><lem>kleinen Arbeit</lem><note>liegt nicht bei, nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-919"><lem>die liebenswürdigen … Güte hatten</lem><note> etwaige Schreiben Vaihingers und Hönigswalds nicht ermittelt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-920"><lem>momentan</lem><note>in lateinischer Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-921"><lem>wieder <name>Kühnemann</name> vertrete</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Hönigswald an Vaihinger vom 28.9.1911</note></app><app type="philological" corresp="#ED-922"><lem>ge<pb/>wiß</lem><note>vor Seitenwechsel: </note><rdg>⸓</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-923"><lem>Vielleicht … veröffentlichen.</lem><note> etwaige Veröffentlichung nicht zweifelsfrei ermittelt; <abbr>vgl.</abbr> Hönigswald: Studien zur Theorie pädagogischer Grundbegriffe. Eine kritische Untersuchung. Stuttgart: Spaemann 1913, <abbr>S.</abbr> V: </note><rdg>Die vorliegende Schrift ist entstanden im Zusammenhang der Vorarbeiten für ein Kolleg über die „Theorie pädagogischer Grundbegriffe“.</rdg><note> Die Schrift schließt laut eigener Aussage (<abbr>vgl.</abbr> <abbr>ebd.</abbr>, <abbr>S.</abbr> VI) gedanklich an Aspekte an von Hönigswald: Prinzipienfragen der Denkpsychologie. (Vortrag, gehalten anlässlich der Generalversammlung der Kant-Gesellschaft zu Halle a. S. am 20. April 1913). In: Kant-Studien 18 (1913), <abbr>S.</abbr> 205–245.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-924"><lem>zweiten Auflage Ihres großen Werkes.</lem><note>meint Vaihinger: Die Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Herausgegeben von H. V.<anchor type="delimiter"/> 2., durchgesehene <abbr>Aufl.</abbr> Berlin: Reuther &amp; Reichard 1913<anchor type="delimiter"/>.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-927"><lem>eine</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-928"><lem>meine Besprechung</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Hönigswalds Rezension zu Vaihingers Philosophie des Als Ob in: Göttingische Gelehrte Anzeigen 174. <abbr>Jg.</abbr>, <abbr>H.</abbr> 6, <abbr>S.</abbr> 352–368. Digitalisat: <ref type="link">https://doi.org/10.26015/adwdocs-670</ref> (21.11.2023).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-929"><lem>doch</lem><note>kann auch </note><rdg>dort</rdg><note> heißen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-930"><lem>Geheimrat</lem><note>verbessert aus (ausgekratzt oder gelöscht): </note><rdg>Professor</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-931"><lem>bitten</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-932"><lem><abbr>Prof.</abbr> <hi rend="underline"><name>Krueger</name></hi></lem><note><name>Felix Krueger</name> (1847–1948), 1910–1917 <abbr>Prof.</abbr> in Halle, lehrte 1912/1913 an der Columbia University in New York (<ref type="link">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/kruegerfelix.html</ref> (24.6.2024)).</note></app></listApp></back></text></TEI>