<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001098-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>28.7.1911</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU und vereinzelten eigenhändigen Korrekturen), Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131788</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1098" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001098-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1911-07-28">28.7.1911</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116280042">Hans Prager</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/117105082">Karl Jentsch</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118545892">Maximilian Harden</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117116149">Wilhelm Jerusalem</name></note><note type="repository">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131788</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>28.7.1911</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU und vereinzelten eigenhändigen Korrekturen), Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131788</bibl></head></front><body><dateline>28.7.1911.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr!</salute><p>Ihren freundlichen Rat, mich direkt an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-461"/><name>Jentsch</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-461"/><name/> zu wenden, habe ich verfolgt; er hat mir aber bis jetzt noch nicht geantwortet und ist wahrscheinlich irgendwo in der Sommer-Frische. Auch ich selbst werde wohl am 7. August Halle verlassen und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-462"/>an der Nordsee<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-462"/> mich erholen. Ich werde, wenn ich nicht in absehbarer Zeit von <name>Jentsch</name> Antwort erhalte, ihn einmal monieren, damit ich wenigstens weiß, wie ich daran bin, da ich doch großen Wert darauf lege, daß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-463"/>mein Buch in der „Zeit“ besprochen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-463"/> wird; wenn nicht von <name>Jentsch</name>, so doch von einem Anderen.</p><p>Die jetzige starke Hitze, die ja <pb/> wohl auch bis nach Oesterreich drängt, trägt freilich dazu bei, alle wissenschaftliche Korrespondenz ziemlich lahm zu legen. Ich habe auch vor einiger Zeit an <name>Jerusalem</name> geschrieben, ohne jedoch Antwort bekommen zu haben; er hatte mir versprochen an die „Zukunft“ <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-464"/>eine Rezension meines Buches<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-464"/> einzusenden, hat es aber leider noch nicht <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-465"/>gemacht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-465"/>. Gerade in der Zukunft möchte ich mein Buch ganz besonders gern besprochen sehen; auch in diesem Falle werde ich wohl warten müssen, bis die große Hitzewelle vorbei ist. <name>Jerusalem</name> wird auch zur <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-466"/>Zeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-466"/> gar nicht in Wien sein; sollten Sie ihn sehen, falls Sie ihn überhaupt kennen, könnten Sie vielleicht bei ihm anklopfen. Uebrigens werden Sie wohl auch nicht in Wien sein, sondern „am Land“, wie die <pb/> Wiener sagen.</p><p>Mit besten Grüßen und Wünschen, Ihr</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-461"><lem><name>Jentsch</name></lem><note><abbr>d. i.</abbr> der Theologe und Publizist <name>Karl Jentsch</name> (1833–1917), zunächst katholischer Priester, 1870 suspendiert, nach Übertritt zum Altkatholizismus 1875 exkommuniziert. Altkatholischer Pfarrer, 1877–1878 Redakteur der Zeitschrift „Deutscher Merkur“ in München, seit 1879 in Neiße (Schlesien). Bis 1888 Redakteur „Liberale Neißer Zeitung“, danach freier Schriftsteller. Vielbeschäftigter Verfasser von Buchbesprechungen und Aufsätzen in Zeitungen und Zeitschriften (<abbr>NDB</abbr>), <abbr>u. a.</abbr> in der von <name>Maximilian Harden</name> <abbr>hg.</abbr> Zeitschrift Die Zukunft.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-462"><lem>an der Nordsee</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 23.8.1911</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-463"><lem>mein Buch in der „Zeit“ besprochen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 6.7.1911 (1)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-464"><lem>eine Rezension meines Buches</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 6.7.1911 (1)</note></app><app type="philological" corresp="#ED-465"><lem>gemacht</lem><rdg>geamacht</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-466"><lem>Zeit</lem><rdg>Zt.</rdg></app></listApp></back></text></TEI>