<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001032-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Neubabelsberg</placeName>, <date>6.11.1910</date>, <note>3 S., hs., einzelne unleserliche Worte von anderer Hd. mit Bleistift transkribiert, Wasserzeichen </note><quote type="rdg">ZENOBIA MILL | IVORY PAPER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1032" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001032-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</persName><placeName>Neubabelsberg</placeName><date when="1910-11-06">6.11.1910</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/11865361X">Bruno Bauch</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116917725">Carl Güttler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118933299">Carl Stumpf</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118687468">Johann August Eberhard</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/119142139">Oswald Külpe</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Neubabelsberg</placeName>, <date>6.11.1910</date>, <note>3 S., hs., einzelne unleserliche Worte von anderer Hd. mit Bleistift transkribiert, Wasserzeichen </note><quote type="rdg">ZENOBIA MILL | IVORY PAPER</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></head></front><body><dateline>Neubabelsberg <abbr>d.</abbr> 6. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1703"/>November<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1703"/> 1910.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College.</salute><p>Von einem geplagten Berliner Professor dürfen Sie zumal beim Semesteranfang eine prompte Antwort nicht erwarten – und damit entschuldige ich, daß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1704"/>Ihre Schreiben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1704"/> mehr als eine Woche ohne Erwiderung geblieben sind.</p><p>Die Sache mit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1705"/>D<hi rend="superscript">r</hi> Ristilsch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1705"/> soll Ihnen keine weitere Sorge machen, will der junge Gelehrte mich hören, so soll er mir willkommen sein; daß er sich mit seiner Entdeckung einer dritten Art Deduction getäuscht hat, muß er selbst einsehen, wenn er die Stelle noch einmal überlegt und <pb/> mit der in der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1706"/>Streitschrift gegen <name>Eberhard</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1706"/><name/> vergleicht.</p><p>Warum sollten Sie ihm mein Urteil (an Collegen <name>Bauch</name>) nicht mitteilen? Ich stehe gerne für dasselbe ein.</p><p>Schwerer zu beantworten ist Ihre zweite Anfrage.</p><p>Herr College <name>Güttler</name> muß <hi rend="underline">viel</hi> Geld haben, da er die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1707"/>Preisaufgabe nicht blos erneuert<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1707"/>, sondern den oder die Preise erheblich erhöht. Und wenn auch die Erwartung gerechtfertigt sein mag, daß das erneute Preisausschreiben einen besseren Erfolg hat als das erste, so empfinde ich doch nicht die geringste Neigung, noch einmal als einer der „Richter“ zu fungiren. <pb/> Nur wenn zuvor <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1708"/><name>Külpe</name> sowohl als <name>Stumpf</name> zugesagt haben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1708"/> werden, will ich mir die Sache noch einmal überlegen.</p><p>Darüber erhalte ich wohl Ihren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1709"/>gefälligen Bescheid<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1709"/>.</p><p>Mit freundlichen Grüßen Ihr sehr ergebener</p><signed>A. Riehl.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1703"><lem>November</lem><rdg>Nbr</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1704"><lem>Ihre Schreiben</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1705"><lem>D<hi rend="superscript">r</hi> Ristilsch</lem><note>nicht ermittelt; vermutlich im Zusammenhang mit der Bearbeitung der <name>Güttler</name>-Preisaufgabe (<abbr>vgl.</abbr> Riehl an Vaihinger vom 1.2.1908). Die Beurteilungen sind ohne Namensnennung der Verfasser abgedruckt bei Vaihinger: Drittes Preisausschreiben der „Kantgesellschaft“. Carl Güttler- Preisaufgabe. Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Hegels und Herbarts Zeiten in Deutschland gemacht hat? Urteil des Preisrichterkollegiums. In: Kant-Studien 15 (1910), S. 547–549.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1706"><lem>Streitschrift gegen <name>Eberhard</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Kant: Über eine Entdeckung, nach der alle neue Kritik der reinen Vernunft durch eine ältere entbehrlich gemacht werden soll (1790); gegen <name>Johann August Eberhard</name> (1739–1809).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1707"><lem>Preisaufgabe nicht blos erneuert</lem><note>ursprünglich im März 1908 ausgeschrieben (<abbr>vgl.</abbr> Kant-Studien 13 (1908), S. 190–192), 1910 ohne Preisverteilung beendet (<abbr>vgl.</abbr> Riehl an Vaihinger vom 1.2.1908), kam es zu einer erneuten Ausschreibung, <abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Drittes Preisausschreiben der „Kantgesellschaft“. Carl Güttler-Preisaufgabe. (Wiederholt). In: Kant-Studien 16 (1911), S. 132–134. Datiert im April 1911. Eine erneute Bearbeitung ist nicht nachgewiesen, eine weiterer Bericht nicht erschienen.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1708"><lem><name>Külpe</name> sowohl als <name>Stumpf</name> zugesagt haben</lem><note><name>Oswald Külpe</name> und <name>Carl Stumpf</name> fungierten gemeinsam mit <name>Riehl</name> als Preisrichter; <abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Stumpf vom 1.5.1910.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1709"><lem>gefälligen Bescheid</lem><note>etwaiges Schreiben Vaihingers nicht ermittelt</note></app></listApp></back></text></TEI>