<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001022-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Feilnbach</placeName>, <date>9.7.1910</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | GESCHÄFTSFÜHRER: PROF. DR. H. VAIHINGER | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131771</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1022" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001022-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Feilnbach</placeName><date when="1910-07-09">9.7.1910</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116280042">Hans Prager</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Eugenia (Jenny) Finaly</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116280042">Hans Prager</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/119361639">Horace de Landau</name><name>Hugo Finaly</name></note><note type="repository">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131771</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Hans Prager</persName>, <placeName type="sent">Feilnbach</placeName>, <date>9.7.1910</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | GESCHÄFTSFÜHRER: PROF. DR. H. VAIHINGER | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131771</bibl></head></front><body><dateline>9.VII.1910</dateline><dateline><abbr>z. Z.</abbr> Feilnbach (Oberbayern)</dateline><salute>Sehr geehrter Herr!</salute><p>Sie haben sich gewiß gewundert, daß ich auf Ihre beiden freundlichen Sendungen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1649"/>zu<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1649"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1650"/>unserer neuen Preisaufgabe<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1650"/> (jedesmal 10 <abbr>Mk</abbr> also 20 <abbr>Mk</abbr>) Ihnen so lange nicht geschrieben habe. Allein abgesehen von der furchtbaren Korrespondenzlast, welche auf mir liegt (schon seit 1. Januar wieder weit über 1000 Nummern Ausläufe) – so mußte ich erst abwarten, wie sich die Angelegenheit entwickelt, welche zuerst gar nicht vorwärts gehen wollte. Erst kurz <pb/> vor dem Tag der Generalversammlung, den 22. April, gelang es mir, die nötigen Summen zusammenzubekommen. Nachher war ich längere Zeit fast arbeitsunfähig, dann nahmen die Verhandlungen mit verschiedenen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1651"/>in Aussicht genommenen Preisrichtern<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1651"/> lange Zeit in Anspruch.</p><p>Nun ist aber endlich Alles im Reinen und so kann ich Ihnen das definitive Resultat mitteilen. Es wird Sie sicher freuen, daß Ihr Name nun auch diesmal mit der Preisaufgabe verbunden ist. Ihre Gabe war überhaupt die erste, welche einlief und so hat sie mich doppelt gefreut. Und so freut es mich nun auch, Ihnen mit der Nennung Ihres Namens sicher eine Freude machen zu können. <pb/></p><p>Sollten Sie selbst Lust haben, sich an der Konkurrenz zu beteiligen, so steht dem der Umstand <hi rend="underline">nicht</hi> entgegen, daß Sie zu der Preisdotirung beigetragen haben. Ich erwarte sicher, das gerade aus Oesterreich Bearbeitungen der Preisaufgabe einlaufen. –</p><p>Wäre es nicht möglich, die im Besitz <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1652"/>Ihrer Frau Tante<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1652"/>, Frau <name>Finaly</name> in Florenz befindliche <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1653"/>große<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1653"/> Bibliothek zur Jahresmitgliedschaft zu bewegen? Wir haben ja mehrere <hi rend="underline">Bibliotheken</hi> zu Jahresmitgliedern. Vielleicht gelingt <hi rend="underline">Ihnen</hi> dieses schwierige Werk: die Verwaltung der Bibliothek soll bis jetzt keine Zeitschriften haben. Es ist zu bemerken, daß es sich nicht um <hi rend="underline">Abonnement</hi> auf die Kant<pb/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1654"/>studien handelt,<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1654"/> sondern um die <hi rend="underline">Jahresmitgliedschaft</hi>. Das erstere ist ja schon verdienstlich, nützt aber der Kant<hi rend="underline">gesellschaft</hi> nichts, das ist nur bei dem letzteren Modus der Fall.</p><p>Mit bestem Gruß Ihr</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1649"><lem>zu</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1650"><lem>unserer neuen Preisaufgabe</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 7.3.1910</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1651"><lem>in Aussicht genommenen Preisrichtern</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910 und an Heinrich Rickert vom 30. <abbr>u.</abbr> 31.5.1910 sowie Volkelt an Vaihinger vom 30.5.1910 und Rickert an Vaihinger vom 3.6.1910.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1652"><lem>Ihrer Frau Tante</lem><note><name>Eugenia (Jenny) Finaly</name> (<abbr>geb.</abbr> Ellenberger, 1850–1938), verheiratet mit dem Bankier <name>Hugo Finaly</name> (1844–1915) hatte die von ihrem Onkel <name>Horace de Landau</name> (1824–1903) gesammelte Privatbibliothek seltener Manuskripte und Drucke in Florenz geerbt (nach 1945 als Depositum an der Nationalbibliothek Florenz; <ref type="link">https://gw.geneanet.org/pierfit?lang=en&amp;p=eugenie&amp;n=ellenberger</ref>; <ref type="link">https://www.villafinaly.fr/à-propos</ref>; <abbr>WBIS</abbr>). Verwandtschaft zu <name>Hans Prager</name> bestand über die Mutter Pragers, einer geborenen Finaly (<ref type="link">https://www.braun-prager.de/hpbio.htm</ref>); Internetadressen aufgerufen am 13.5.2022. <abbr>Vgl.</abbr> den Eintrag in der Liste der Jahresmitglieder für 1910 in Kant-Studien 16 (1911), <abbr>S.</abbr> 126: </note><rdg>Privatbibliotheken. Florenz. Bibliothek Madame Jenny Finaly, Florenz, Villa Landau alla Pietra, via Bolognese 56 (Bibliothekar Dr. Roediger).</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1653"><lem>große</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1654"><lem>studien handelt,</lem><rdg>studien,</rdg></app></listApp></back></text></TEI>