<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000920-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Erich Adickes</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>13.5.1906</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 1 b, Nr. 7</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0920" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000920-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/11600780X">Erich Adickes</persName><placeName>Tübingen</placeName><date when="1906-05-13">13.5.1906</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/11600780X">Erich Adickes</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11865361X">Bruno Bauch</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118521411">Hermann Cohen</name><name>Hermann Ebbbinghaus</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118544381">Ernst Haeckel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116811315">Götz Martius</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11667461X">Max Heinze</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118825003">Hermann Ebbinghaus</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117003646">Otto Liebmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/1030448981">Matthias Kappes</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116554746">Moritz Kronenberg</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117247146">Otto August Schulz</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116403187">Rudolf Reicke</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118616692">Rudolf Stammler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117399434">Walter Simon</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 1 b, Nr. 7</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Erich Adickes</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Tübingen</placeName>, <date>13.5.1906</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 1 b, Nr. 7</bibl></head></front><body><dateline>Tübingen 13/5 06.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College!</salute><p>Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen für Ihren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-993"/>freundlichen Brief vom 4/1<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-993"/> und die liebenswürdige Übersendung Ihrer Schrift über <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-994"/>„Philosophie in der Staatsprüfung“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-994"/> noch immer nicht gedankt habe. Ich war <abbr>u.</abbr> bin sehr überlastet mit Arbeit, teils Collegs (9 St<add>[unden]</add> + 2 St<add>[unden]</add> Übungen), teils <abbr>u.</abbr> vor allem der <name>Kant</name>ausgabe, da dem Beginn des Drucks sich immer wieder Schwierigkeiten in den Weg stellen. Und vor allem: ich hatte mir vorgenommen, Ihnen den nächsten Brief in Schönschrift zu liefern, <abbr>u.</abbr> dazu musste ich erst die nötige Zeit abwarten. Dies müssen Sie jetzt aber doch fliessend lesen können! <pb/></p><p>Ihre Schrift hat mich auf das Lebhafteste interessirt, zumal ich doch in <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-995"/>Münster<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-995"/> in die Examinationsthätigkeit ziemlich tief hineingekommen war. Sie meinen, ich hätte wenig damit zu thun gehabt. Aber wir hatten dort bei einem Stand von c<add>[irka]</add> 600 Mitgliedern der philos<add>[ophischen]</add> Fakultät einen Grossbetrieb in Prüfungssachen, so dass ich in den 2 Jahren nicht weniger als <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-996"/>65<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-996"/> Themen zu stellen <abbr>u.</abbr> demgemäss auch mündlich in Philos<add>[ophie]</add> <abbr>u.</abbr> Pädagog<add>[ik]</add> zu prüfen hatte. Besonders schwierig war die Sache dadurch, dass unter den Fachphilosophen keine Einheitlichkeit zu erzielen war in der Art des Vorgehens; vor allem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-997"/><name>Kappes</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-997"/><name/> stellte skandalös niedrige Anforderungen, auch in Propädeutik. Ihre Forderung der Individualisirung in Thema <abbr>u.</abbr> Prüfung ist mir <abbr>u.</abbr> meinen Erfahrungen aus der Seele gesprochen. Wenn irgend möglich, besprach ich auch mit den Kandidaten das Thema; aber es war da größte Vorsicht geboten wegen der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-998"/>konfessionellen Verhältnisse<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-998"/> <abbr>u.</abbr> damit nicht der Anschein erweckt würde, als wollte ich auf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-999"/>das<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-999"/> Hören meiner Vorlesungen drängen <abbr>u.</abbr> drücken. <pb/> Nur weiche ich darin vielleicht von Ihnen ab, dass ich ein gewisses Mass erkenntnistheoretischer Selbstbesinnung von Jedem, bes<add>[onders]</add> auch jedem Naturwissenschaftler verlange: <abbr>d. h.</abbr> aber wenigstens eine historische Kenntnis der idealistischen Gedankengänge, Theorien über Seele <abbr>u.</abbr> Leib <abbr>etc.</abbr> In der Wahl des Themas dagegen schloss auch ich mich nach Möglichkeit an das Fachstudium an, wenn nicht (wie oft aus Furcht vor der Philosophie) ein direkt pädagogisches Thema gewünscht wurde. Ohne Zweifel haben Sie sich ein grosses Verdienst erworben durch Ihre eingehende Behandlung der ganzen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1000"/>Fragen; hoffentlich wirkt sie auch auf das Ministerium ein zur Beibehaltung der Philos<add>[ophie]</add> im Allg<add>[emeinen]</add> Bild<add>[ungs]</add>-Examen.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1000"/></p><p>Die beifolgende <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1001"/>2. Auflage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1001"/> des „<name>Kant</name> contra <name>Haeckel</name>“ bitte ich freundlich entgegenzunehmen.</p><p>Was die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1002"/><name>Stammler</name>-Recension<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1002"/> betrifft, so möchte ich doch an den Kantstudien festhalten. Es wird ja eine absolut <hi rend="underline">sachliche</hi> Polemik werden, die sich überhaupt gegen die Auffassung der <name>Cohen</name>schen Schule wendet. Als <hi rend="underline">Sie</hi> die Kantstudien allein herausgaben, habe ich gleich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1003"/>im 1. Band gegen Sie polemisirt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1003"/>, <abbr>u.</abbr> das hat der Zeitschrift <abbr>u.</abbr> unserem Verhältnis doch nichts geschadet. <pb/> Das Gute an den Kantstudien ist, dass sie bisher allen Richtungen Raum gaben. Sollte das unter <name>Bauch</name> anders werden, so müsste ich öffentlich protestiren <abbr>u.</abbr> mein Verhältnis lösen. Und das würde mir leid thun, da ich, sobald der Druck der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1004"/>Akademie-<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1004"/>Ausgabe beginnt, erhebliche entwicklungsgeschichtliche Arbeiten über <name>Kant</name> zu veröffentlichen beabsichtige. Aber natürlich werde ich mich <name>Stammler</name>s wegen, damit Sie (wie Ihr Verhältnis zur Redaktion jetzt ist) keine Mühewaltung mehr davon haben, seiner Zeit direkt <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1005"/>an<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1005"/> <abbr>Dr.</abbr> <name>Bauch</name> wenden.</p><p><name>Liebmann</name> <abbr>u.</abbr> <name>Kronenberg</name> werde ich im September oder August <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1006"/><hi rend="underline">sicher</hi> besprechen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1006"/>. Vorher kann ich mit dem besten Willen nicht. <name>Liebmann</name>s Werk schätze ich <hi rend="underline">sehr</hi>.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1007"/><name>Heinze</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1007"/><name/> soll ja leider immer noch sehr krank sein. Es ist ein Jammer, dass nun die Akademieausgabe auch in dieser IV. Abteilung ev<add>[entuell]</add> verwaist.</p><p>Soll eigentlich Breslau überhaupt <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1008"/>nicht wieder besetzt werden<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1008"/>? Ist nicht an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1009"/><name>Martius</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1009"/><name/> gedacht? Ich glaube, er ginge liebend gern wieder in die Grossstadt.</p><p>Grüssen Sie Collegen <name>Ebbinghaus</name> bestens von mir. Mit ihm wird ein besseres Auskommen sein, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1010"/>als<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1010"/> wie mit <name>Riehl</name>. Was zieht sich das Erscheinen der 2. Aufl<add>[age]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1011"/>seines Kriticismus<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1011"/> in die Länge! 1898 stellte er sie schon für das Jahr in Aussicht!</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1012"/><name>Otto August</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1012"/><name> Schulz</name> (Antiquar in Leipzig) schreibt mir, <hi rend="underline">Sie</hi> wüssten von dem Verbleib des in den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1013"/>Kantstudien III 371 erwähnten Entwurfs<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1013"/>. Ist <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1014"/>dem so?<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1014"/> – Können Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1015"/>Stadtrat <name>Simon</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1015"/><name/> nicht bewegen, die ganzen <name>Reicke</name>schen <name>Kant</name>iana zu kaufen <abbr>u.</abbr> einer Bibliothek zu schenken? Ich habe sie nötig für die Ausgabe, <abbr>u.</abbr> die Nichte <name>Reicke</name>s scheint sie nicht herausgeben zu wollen. – Gute Besserung für Ihre Augen! Mit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1016"/>freundlichem<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1016"/> Gr<add>[uss]</add> Ihr ergebenster</p><signed>Adickes.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-993"><lem>freundlichen Brief vom 4/1</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-994"><lem>„Philosophie in der Staatsprüfung“</lem><note>erschienen Berlin: Reuther &amp; Reichard 1906.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-995"><lem>Münster</lem><note>1902–1904 die Wirkungsstätte von <name>Adickes</name>, <abbr>vgl.</abbr> Korrespondentenverzeichnis.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-996"><lem>65</lem><note>kann auch </note><rdg>55</rdg><note> heißen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-997"><lem><name>Kappes</name></lem><note><name>Matthias Kappes</name> (1861–1925), mit dem <name>Adickes</name> 1902 eine persönliche und literarische Fehde begonnen hatte, die, nach Plagiatsvorwürfen und <abbr>u. a.</abbr> der Gutachtertätigkeit Vaihingers, am 14.1.1905 nach Erkennung auf ein Dienstvergehen zur Entlassung des <abbr>ao. Prof.</abbr> Kappes führte. <abbr>Vgl.</abbr> Erich Adickes: Vier Schriften des Herrn Prof. Kappes, auf ihre Herkunft untersucht. 2., um ein Nachwort vermehrter, sonst unveränderter Abdruck. Berlin: Mayer &amp; Müller 1903 (zuerst 1902); Matthias Kappes: Die „Kritische Methode“ des Herrn Prof. Adickes in seinen Untersuchungen der Entstehung meiner Schriften. Münster: Mitsdörffer 1904; Adickes: Anti-Kappes. Eine notgedrungene Entgegnung. Berlin: Mayer &amp; Müller 1904 sowie die Aktenüberlieferung (Personalakte): Kappes, Dr. Matthias 31.01.1861 in Zeltingen an der Mosel. Oberleutnant der Landwehr I., seit 1891 Privatdozent, seit 1896 außerordentlicher Professor an der Philosophischen [und Naturwissenschaftlichen] Fakultät der Akademie, ab 1902 Universität Münster (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 76, Vf Lit. K <abbr>Nr.</abbr> 44), enthält <abbr>u. a.</abbr>: Ernennung zum außerordentlichen Professor der Akademie Münster (1896), Beschuldigung des Plagiats durch Adickes (1903), Stellungnahme von Kappes, Gutachten betreffend die Kontroverse Adickes/Kappes, erstellt von Vaihinger (1903), Eröffnung eines förmlichen Disziplinarverfahrens gegen Kappes (1903), Berichterstattung zum Disziplinarverfahren gegen Kappes (1904), Anschuldigungsschrift (1904) und Urteil vom 14.1.1905 (111 Seiten), Umsetzung der Dienstentlassung Kappes (1905). – <abbr>Vgl.</abbr> ferner: Reinold Schmücker: Kappes und Anti-Kappes. Eine Miszelle zur Philosophie des Plagiats. In: Christiane Lahusen/Christoph Markschies (<abbr>Hg.</abbr>): Zitat, Paraphrase, Plagiat. Wissenschaft zwischen guter Praxis und Fehlverhalten. Frankfurt <abbr>a. M.</abbr>: Campus 2015, <abbr>S.</abbr> 163–180. In Degener: Wer ist’s? 1912 heißt es beruhend auf Selbstauskünften auf <abbr>S.</abbr> 764 über <name>Matthias Kappes</name>, an Stelle einer Vita (!): </note><rdg>Schied 05 aus d. Lehrkörper d. Univ Münster, wo er M. der wissensch. Prüfgs.-Komm. u. Gründ. i. Vorst. d. phil. Apparats war, aus.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-998"><lem>konfessionellen Verhältnisse</lem><note><name>Adickes</name> stammte aus streng pietistischem Elternhaus, die Universität Münster wurde 1902 aus der katholischen Akademie neu begründet.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-999"><lem>das</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1000"><lem>Fragen … Examen.</lem><note> Ergänzung zwischen den Zeilen statt: </note><rdg>Frage</rdg><note>.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1001"><lem>2. Auflage</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Adickes: Kant contra Haeckel. Für den Entwicklungsgedanken, gegen naturwissenschaftlichen Dogmatismus. 2., verbesserte <abbr>u.</abbr> erweiterte <abbr>Aufl.</abbr> Berlin: Reuter &amp; Reichard 1906.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1002"><lem><name>Stammler</name>-Recension</lem><note>von <name>Adickes</name> ist keine Rezension eines Werkes von <name>Rudolf Stammler</name> nachgewiesen, <abbr>vgl.</abbr> Adickes: Verzeichnis meiner Schriften und Aufsätze. In: Die Deutsche Philosophie in Selbstdarstellungen <abbr>Bd.</abbr> 2, 1921,<abbr> S.</abbr> 29–30 sowie Werner Stark: Bibliographie der Veröffentlichungen von Erich Adickes. In: Kant-Studien 75 (1984), <abbr>S.</abbr> 365–374.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1003"><lem>im 1. Band gegen Sie polemisirt</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Adickes: Die bewegenden Kräfte in Kants philosophischer Entwicklung und die beiden Pole seines Systems. In: Kant-Studien 1 (1896/1897), <abbr>S.</abbr> 9–59 <abbr>u.</abbr> 161–196.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1004"><lem>Akademie-</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1005"><lem>an</lem><note>danach gestrichen: </note><rdg>Stam</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1006"><lem><hi rend="underline">sicher</hi> besprechen</lem><note>im fraglichen Zeitraum sind keine Rezensionen eines Werkes von <name>Otto Liebmann</name> oder <name>Moritz Kronenberg</name> von <name>Adickes</name> nachgewiesen, <abbr>vgl.</abbr> Adickes: Verzeichnis meiner Schriften und Aufsätze. In: Die Deutsche Philosophie in Selbstdarstellungen <abbr>Bd.</abbr> 2, 1921,<abbr> S.</abbr> 29–30 sowie Werner Stark: Bibliographie der Veröffentlichungen von Erich Adickes. In: Kant-Studien 75 (1984), <abbr>S.</abbr> 365–374. <name>Liebmann</name> mahnte mehrfach eine Besprechung von <name>Adickes</name> über Liebmann: Analysis der Wirklichkeit, 3. <abbr>Aufl.</abbr> an, <abbr>vgl.</abbr> <name>Liebmann</name> an Vaihinger vom 27.7.1903 <abbr>u.</abbr> vom 5.4.1905. – Später erschien: Adickes: Liebmann als Erkenntnistheoretiker. (Untersuchungen zur Theorie der Apriorität, sowie über die Evidenz der geometrischen Axiome). In: Kant-Studien 15 (1910), <abbr>S.</abbr> 1–52.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1007"><lem><name>Heinze</name></lem><note><name>Max Heinze</name> (1835–1909), seit 1875 <abbr>o. Prof.</abbr> in Leipzig, Herausgeber der Abteilung IV (Vorlesungen) von Kants gesammelten Schriften (Akademie-Ausgabe; <abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1008"><lem>nicht wieder besetzt werden</lem><note>nach dem Weggang von <name>Hermann Ebbinghaus</name> nach Halle, <abbr>vgl.</abbr> Adickes an Vaihinger vom 31.12.1901.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1009"><lem><name>Martius</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Adickes an Vaihinger vom 3.1.1901</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1010"><lem>als</lem><note>davor gestrichen: </note><rdg>als</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1011"><lem>seines Kriticismus</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Alois Riehl: Der philosophische Kriticismus. Geschichte und System. 2., neu verfasste <abbr>Aufl.</abbr> Leipzig: Engelmann 1908 (Geschichte des philosophischen Kritizismus <abbr>Bd.</abbr> 1); Die sinnlichen und logischen Grundlagen der Erkenntnis. Mit einem Geleitwort von Eduard Spranger und Hans Heyse. 2., veränderte <abbr>Aufl.</abbr> Leipzig: Kröner 1925 (Geschichte des philosophischen Kritizismus <abbr>Bd.</abbr> 2).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1012"><lem><name>Otto August</name></lem><rdg>O. A.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1013"><lem>Kantstudien III 371 erwähnten Entwurfs</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Anfrage, die Buck’schen Kantreliquien betreffend. In: Kant-Studien 3 (1899), <abbr>S.</abbr> 371: </note><rdg>In Band 16 der „Preussischen Jahrbücher“ (1865), S. 495–497 berichtete O. Liebmann von einem kleinen Packet mit Schriftstücken von und an Kant. Liebmann bringt a. a. O. zum Abdruck: 1. ein Blatt, auf dem Kant allerlei Gedanken über Todesfurcht, Sterbenmüssen, hohes Alter u. s. w. äussert, 2. einen Brief von v. Zedlitz an Kant vom 1. August 1778, geschrieben aus Anlass der Übersendung der physischen Geographie. Nach brieflichen Mitteilungen Liebmanns an Reicke war in dem Packet noch u. a. ein Brief des Ministers v. Fürst an Kant vom 4. November 1765 und ein weiterer Brief v. Zedlitz’ vom 23. Mai 1783 enthalten. Das Packet war damals (1865) im Besitz einer Frau Direktor Buck, an die es durch Erbschaft gekommen war. Wo befindet es, bezw. sein vielleicht verstreuter Inhalt sich jetzt? – Oberbibliothekar a. D. Dr. R. Reicke in Königsberg i. Pr., von der Berliner Akademie mit der Herausgabe der Kantkorrespondenz betraut, sucht bisher vergeblich nach den beiden erwähnten Briefen. Vielleicht enthält das Packet noch sonstiges schätzbares Material für die von der Akademie in Angriff genommene Ausgabe der Werke Kants. | Kantautographen. In dem vor kurzem erschienenen Autographen-Katalog Nr. XXV, 1899 von Otto August Schulz in Leipzig (Thalstr. 2) sind unter Nr. 261–63 folgende Kantautographen angeboten […].</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1014"><lem>dem so?</lem><note>davor gestrichen: </note><rdg>dem so?</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1015"><lem>Stadtrat <name>Simon</name></lem><note><name>Walter Simon</name>, Königsberg, Mäzen der Kant-Studien und der Kantgesellschaft.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1016"><lem>freundlichem</lem><rdg>frdl.</rdg></app></listApp></back></text></TEI>