<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000895-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Jodl</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>11.4.1905</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-133510</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0895" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000895-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1905-04-11">11.4.1905</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/119305429">Friedrich Jodl</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-133510</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Jodl</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>11.4.1905</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf </note><quote type="rdg">KANTGESELLSCHAFT. | PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-133510</bibl></head></front><body><dateline>11. April 1905.</dateline><salute>Verehrter Herr College!</salute><p>Anbei sende ich Ihnen <abbr>resp.</abbr> der von Ihnen geleiteten Philosophischen Gesellschaft den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-868"/>Jahresbericht der Kantgesellschaft<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-868"/> zu, in welchem der schöne Beitrag verzeichnet ist, den Ihre Gesellschaft der Kantstiftung hat zu Teil werden lassen. Wie Sie sehen, hat die <name>Kant</name>stiftung selbst einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen. Die Zahl der Jahresmitglieder dagegen ist noch nicht sehr erheblich. Doch werden in diesem Jahre, hoffe ich, noch eine <pb/> Zahl von Beitritten erfolgen.</p><p>Als mir s<add>[einer]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-869"/>Zeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-869"/> die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-870"/>erfreuliche Mitteilung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-870"/> des Beitrages in Ihrer Gesellschaft zur Kantstiftung gemacht wurde, wurde zugleich hinzugefügt, daß die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-871"/>Philosophische Gesellschaft bei uns auch Jahresmitglied<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-871"/> werden wolle. Doch habe ich dies wohl mißverstanden und wahrscheinlich bezog sich dies wohl nur darauf, daß die Philosophische Gesellschaft auf die „Kantstudien“ abonnieren wolle, was ja auch schon eine Förderung unserer Zwecke einschließt. Sollte aber das Erstere der Fall sein, so könnte uns dies natürlich nur ehren.</p><p>Dieser Tage erhielt ich aus Frankfurt <pb/> die neueste Nummer der „Freien Worte“ zugesendet mit Ihrem Aufsatz: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-872"/>„Kant und der Monismus“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-872"/>. Ich stimme ganz mit Ihnen überein, daß in <name>Kant</name> verschiedene widerstrebende Tendenzen vorhanden sind, und daß schließlich jeder dasjenige herausnehmen muß, was seiner Geistesart am meisten zusagt, und dasjenige, was Sie aus ihm herausnehmen, ist jedenfalls dasjenige, was <name>Kant</name> mit der Naturwissenschaft unserer Zeit verbindet.</p><p>Mit kollegialem Gruß Ihr ergebener</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-868"><lem>Jahresbericht der Kantgesellschaft</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Mitteilungen. Kantgesellschaft. In: Kant-Studien 9 (1904), <abbr>S.</abbr> 568–570 (dort Nennung der Wiener Philosophischen Gesellschaft als zugleich Jahres- und Dauermitglied) sowie Vaihinger: Kantgesellschaft. Erster Jahresbericht (für das Jahr 1904), In: Kant-Studien 10 (1905), <abbr>S.</abbr> 237–243 (mit Nennung des Beitrages der Wiener Philosophischen Gesellschaft über 170 Mark).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-869"><lem>Zeit</lem><rdg>Zt.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-870"><lem>erfreuliche Mitteilung</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Jodl vom 1.3.1904</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-871"><lem>Philosophische Gesellschaft bei uns auch Jahresmitglied</lem><note><abbr>s. o.</abbr></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-872"><lem>„Kant und der Monismus“</lem><note>In: Das Freie Wort 5 (1905/1906), <abbr>Nr.</abbr> 1 vom 1.4.1905, <abbr>S.</abbr> 22–28.</note></app></listApp></back></text></TEI>