<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000882-7</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>5.3.1904</date>, <note>3 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, Vl. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 991</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0882" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000882-7"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1904-03-05">5.3.1904</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Theodor Althoff</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Bernard van der Wijck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118540238">Johann Wolfgang von Goethe</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, Vl. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 991</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-798"/><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>5.3.1904</date><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-798"/>, <note>3 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, Vl. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 991</bibl></head></front><body><dateline>5. März 1904</dateline><salute>Hochzuverehrender Herr Wirklicher Geheimer Ober Reg Rath!</salute><salute>Verehrtester Herr Ministerialdirector!</salute><p>Infolge starker Migräne, einer Nachwirkung der Überanstrengungen in den letzten Monaten, bin ich erst heute im Stande, Ihnen zunächst und in erster Linie für die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-799"/>ehrenvolle Auszeichnung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-799"/> meinen tiefsten Dank auszusprechen, welcher mir durch Ihre Fürsprache zu Theil geworden ist. Ich betrachte dieselbe als einen Ansporn, auf dem bisherigen Wege fortzufahren, und, nach dem Maße meiner schwachen Kräfte, für die Philosophie und insbesondre für die Verbreitung und Förderung der <name>Kant</name>ischen Philosophie thätig zu sein. Die Anstrengungen der letzten Monate waren sehr groß, aber die Anerkennung der Hohen Regirung, die mir in so ehrender Weise zu Theil geworden ist, wird dazu beitragen, mich für künftige Thätigkeit in diesem Gebiet zu stärken. <pb/></p><p>Mit vielem Dank sende ich <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-800"/>Artikel der Kreuzzeitung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-800"/> zurück, der mir ohne diese Ihre gütige Mittheilung unbekannt geblieben wäre. Was über den kleinen Artikel zu sagen ist, habe ich in einer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-801"/>besonderen Beilage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-801"/> zusammengestellt. Der Artikel war mir sehr <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-802"/>interessant<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-802"/>.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-803"/>Das <name>Goethe</name>citat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-803"/> im Heft 4 von Band VIII der Kantstudien (<abbr>S.</abbr> 466) habe ich leider noch nicht verificiren können. Ich habe an den Verfasser des Artikels, Professor <name>van der Wyck</name> in Utrecht, geschrieben, allein dieser selbst kann die Quelle nicht mehr angeben. Ich werde aber nicht ruhen, bis ich die originale Stelle des Citats gefunden habe und dieselbe <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-804"/>mittheilen kann<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-804"/>.</p><p>Gleichzeitig bin ich so frei, <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren zwei Arbeiten zu übersenden, mit denen die Verfasser hier promovirt haben, deren Themata ich gestellt habe und die unter meiner Leitung ausgearbeitet worden sind. Die Gegenstände beider Abhandlungen sind von allgemeinem Interesse, und die Darstellung ist, ohne an Wissenschaftlichkeit zu verlieren, <pb/> allgemeinverständlich. Zur Zeit sind noch fünf andere Dissertationen in Arbeit, deren Themata ich gegeben habe, wie ich denn mein Hauptaugenmerk darauf richte, durch Stellung interessanter Probleme als Themata zu Doctordissertationen, sowie auch zu <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-805"/>Staatsprüfungsarbeiten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-805"/> das Interesse an Philosophie zu heben und zu beleben.</p><p>Mit wiederholtem Dank für die mir zu Theil gewordene ehrenvolle Auszeichnung, sowie mit der Bitte, mir auch fernerhin Ihr unschätzbares Wohlwollen zu bewahren, zeichne ich in tiefster Verehrung <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren ganz ergebenster</p><signed>H. Vaihinger.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-799"><lem>ehrenvolle Auszeichnung</lem><note>am 22.2.1904 war an Vaihinger der Rote Adler-Orden IV. Klasse verliehen worden, in Anerkennung der Gründung der Zeitschrift Kant-Studien und der Gründung der Kantgesellschaft (<abbr>vgl.</abbr> Universitätsarchiv Halle-Wittenberg, PA 16386: Personalakte Vaihinger).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-800"><lem>Artikel der Kreuzzeitung</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> Bleistiftnotiz von Althoffs <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>„Wie Kant Professor wurde“</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-801"><lem>besonderen Beilage</lem><note>nicht ermittelt; liegt nicht bei.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-802"><lem>interessant</lem><note>doppeltes s mit ß geschrieben</note></app><app type="philological" corresp="#ED-803"><lem>Das <name>Goethe</name>citat</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> Bleistiftnotiz von Althoffs <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>über Referiren</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-804"><lem>mittheilen kann</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Althoff vom 23.3.1904</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-805"><lem>Staatsprüfungsarbeiten</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihingers spätere Veröffentlichung: Die Philosophie in der Staatsprüfung. Winke für Examinatoren und Examinanden. Zugleich ein Beitrag zur Frage der philosophischen Propaedeutik. Nebst 340 Thematen zu Prüfungsarbeiten. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1906.<anchor type="delimiter"/></note></app></listApp></back></text></TEI>