<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000866-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>21.11.1903</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S. d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Slg. Darmstaedter 2a 1881</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0866" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000866-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1903-11-21">21.11.1903</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Theodor Althoff</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Althoff</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11667461X">Max Heinze</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Staatsbibliothek zu Berlin, Slg. Darmstaedter 2a 1881</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Friedrich Theodor Althoff</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>21.11.1903</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S. d. … 190 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Staatsbibliothek zu Berlin, Slg. Darmstaedter 2a 1881</bibl></head></front><body><anchor type="delimiter"/><dateline>21.XI 1903</dateline><salute>Hochzuverehrender Herr Geheimer Reg Rath!</salute><p>Nach mannigfachen Berathungen mit hiesigen und auswärtigen Freunden habe ich dem Gedanken der <name>Kant</name>stiftung eine andre Form zu geben versucht.</p><p>Einmal habe ich die <hi rend="underline">Form</hi> einer Gesellschaft gewählt; ich kann viel eher allerlei Herren zur Theilnahme an einer <hi rend="underline">Gesellschaft</hi> auffordern, als dieselben um einen <hi rend="underline">Beitrag</hi> bitten zu einer <hi rend="underline">Stiftung</hi>. Die <pb/> Sache bleibt ja ganz dieselbe, aber die Form ist nichts. Freilich hat auch die neue Form ihre Schwierigkeiten, aber ich glaube dieselben nun nicht weiter beachten zu können.</p><p>Zweitens habe ich die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-707"/><hi rend="underline">enge</hi> Verbindung mit Königsberg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-707"/> gelöst. Nachdem Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben, daß die Statuten, die ich entwarf, doch ihre großen Bedenken haben, habe ich mich, zugleich aufgrund anderer Ratschläge, ganz von Statutenberatungen mit Königsberg zu befreien gesucht; denn darüber würde ich wohl mit den Herren in Königsberg zu keinem Ende kommen. Die jetzige Form erfordert gar keine besondre Berathung mit Königsberg <pb/> mehr, da ihnen ja am Schluß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-708"/>die sämtlichen Mittel ganz bedingungslos ausgeliefert<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-708"/> werden können.</p><p>Einen ganz besondren Werth würde ich darauf legen, wenn Sie den Passus, den in Bezug auf den Curator der Universität Halle eingeschoben habe, genehmigen würden. Eine officielle Aufsichtsinstanz ist mir aus verschiedenen Gründen sehr werthvoll.</p><p>Die Sache hat finanziell keine schlechten Aussichten. Ich habe von verschiedenen Seiten schon Beiträge zugesichert erhalten, so wieder von Geheimrath <name>Heinze</name> in Leipzig 100 Mark, und ich bin überzeugt, daß namhafte Summen gezeichnet werden. <pb/></p><p>Vielleicht darf ich mir erlauben, gelegentlich an einem der nächsten Tage um Ihre mir sehr werthvolle <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-709"/>Meinungsäußerung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-709"/> zu bitten.</p><p>In ausgezeichneter Verehrung Ihr ganz ergebenster</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-707"><lem><hi rend="underline">enge</hi> Verbindung mit Königsberg</lem><note>Details nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-708"><lem>die sämtlichen Mittel ganz bedingungslos ausgeliefert</lem><note>in der endgültigen Fassung der Satzungen der Kantgesellschaft vom 28.1.1905 war die Universität Halle (deren jeweiliger Kurator der Vorsitzende der Gesellschaft war) dazu eingesetzt, nach etwaiger Auflösung der Kantgesellschaft deren Vermögen zu erhalten, <abbr>vgl.</abbr> Kant-Studien 10 (1905), <abbr>S.</abbr> 244–247.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-709"><lem>Meinungsäußerung</lem><note>es ist kein diesbezügliches Schreiben <name>Althoff</name>s überliefert.</note></app></listApp></back></text></TEI>