<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000854-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>28.7.1903</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0854" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000854-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1903-07-28">28.7.1903</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>28.7.1903</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></head></front><body><dateline>Halle <hi rend="superscript">a</hi>/S. <abbr>d.</abbr> 28. Juli 03</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College,</salute><p>Ich sende Ihnen hiermit den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-629"/>Entwurf des Statutes und die Skizze zu dem Aufrufe<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-629"/> mit verbindlichem Danke zurück.</p><p>Nach reiflicher Überlegung, worauf schon die Verzögerung meiner Antwort hindeutet, muß ich zu Ihrem Wunsch, mich an der Gründung der Stiftung zu beteiligen, Nein sagen, obschon ich Ihren Plan im Ganzen durchaus zu würdigen weiß.</p><p>Ich bin vollkommen gewiß, daß dieser Plan nicht durchführbar sein wird und die Sammlung zu dem Fonds der Stiftung Sie selbst davon überzeugen wird. <pb/></p><p>Dies wird und soll Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-630"/>natürlich<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-630"/> nicht abhalten, allein vorzugehen und wenn sich meine Voraussicht als falsch herausstellen sollte, so mögen Sie auch allein der Ehre Ihres Werkes sich erfreuen.</p><p>Aber auch abgesehen von diesen Bedenken könnte ich zu dem Statut, wie es vorliegt, meinen Namen nicht beisetzen. Durch die Bestimmung des § 3 wird die Stiftung von vorneherein für das Fortbestehen Ihrer Zeitschrift, deren Verdiensten ich, wie Sie wissen, alle Anerkennung zolle, festgelegt. Und es wäre, wie ich dafürhalte, auch im Interesse Ihres Vorhabens, wenn Sie diesen Paragraph streichen wollten.</p><p>Viel Gewicht kann ich aber, wie angedeutet, darauf nicht legen, schon <pb/> aus dem allgemeinen Grunde, weil ich an der Realisierbarkeit Ihres Unternehmens nicht zu überwindende Zweifel hege.</p><p>Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung bin ich Ihr sehr ergebener College</p><signed>A. Riehl.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-629"><lem>Entwurf des Statutes und die Skizze zu dem Aufrufe</lem><note>zur Gründung der Kant-Stiftung 1904, <abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: An die Freunde der Kantischen Philosophie. Bericht über die Begründung einer „Kantgesellschaft“ und die Errichtung einer „Kantstiftung“ zum hundertjährigen Todestag des Philosophen. In: Kant-Studien 9 (1904), S. 344–350 – ausdrücklich zur finanziellen Unterstützung der Zeitschrift Kant-Studien vorgeschlagen.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-630"><lem>natürlich</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app></listApp></back></text></TEI>