<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000803-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Heinrich Rickert</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Freiburg (Breisgau)</placeName>, <date>8.3.1902</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf </note><quote type="rdg">Prof. Heinrich Rickert. | Universität Freiburg i. B. | Den … | Goethestrasse 57</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 l, Nr. 11</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0803" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000803-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600605">Heinrich Rickert</persName><placeName>Freiburg (Breisgau)</placeName><date when="1902-03-08">8.3.1902</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117338354">Paul Siebeck</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 l, Nr. 11</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Heinrich Rickert</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Freiburg (Breisgau)</placeName>, <date>8.3.1902</date>, <note>3 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf </note><quote type="rdg">Prof. Heinrich Rickert. | Universität Freiburg i. B. | Den … | Goethestrasse 57</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 l, Nr. 11</bibl></head></front><body><dateline>8.3.1902.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College!</salute><p>Nehmen Sie meinen besten Dank für <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-300"/>Ihre freundliche Zusendung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-300"/>. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-301"/>Ihre beiden <name>Kant</name>abhandlungen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-301"/> hatte ich schon früher mit lebhaftem Interesse gelesen, und Ihrer Nachschrift, betreffend die „<name>Kant</name>sophistik“, stimme ich durchaus zu. <name>Kant</name>’s einzigartige Bedeutung beruht gewiß zum größten Theil auf seinen „Widersprüchen“. Mit ihnen hat er der Folgezeit die Probleme gestellt, und wir werden gewiß noch lange an ihnen zu arbeiten haben. Gestatten Sie mir, bei dieser Gelegenheit zugleich auszusprechen, wieviel Anregung und Belehrung mir jedes neue Heft Ihrer Zeitschrift bringt. Die „Kantstudien“ sind mir weitaus die inter<pb/>essanteste unserer „philosophischen Zeitschriften“.</p><p>Mit meinem Danke möchte ich eine Anfrage verbinden. Kürzlich schickte mir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-302"/>mein Verleger<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-302"/> eine Liste der Zeitschriften, welche Recensionsexemplare des zweiten Theiles meiner „Grenzen“ erhalten sollen und forderte mich auf, diese Liste zu vervollständigen, falls ich irgend welche Wünsche hätte. Die Kantstudien befinden sich nicht auf der Liste. Selbstverständlich würde es mir sehr erwünscht sein, wenn auch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-303"/>Ihre Zeitschrift eine Besprechung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-303"/> meines Buches brächte, und ich glaube auch, daß meine Arbeit, obwohl sie rein systematisch ist und einer direkten Auseinandersetzung mit <name>Kant</name> im Interesse der Einfachheit ausdrücklich aus dem Wege geht, in engster fachlicher Beziehung zu einigen Hauptfragen der <name>Kant</name>ischen Philosophie steht. Ich möchte aber meinen Verleger nicht direkt auffordern, Ihnen ein Recensionsexemplar zu schicken, wenn ich eben nicht zugleich mittheilen kann, daß mein Buch auch besprochen werden wird. Würden Sie vielleicht die Freundlich<pb/>keit haben, mir hierüber Ihre Meinung zu sagen.</p><p>Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener</p><signed>Heinrich Rickert.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-300"><lem>Ihre freundliche Zusendung</lem><note>etwaiger Begleitbrief Vaihingers nicht überliefert</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-301"><lem>Ihre beiden <name>Kant</name>abhandlungen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Kant – ein Metaphysiker? In: Philosophische Abhandlungen. Christoph Sigwart zu seinem siebzigsten Geburtstage 28. März 1900 gewidmet. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1900, <abbr>S.</abbr> 135–158; <abbr>ders.</abbr>: Die transcendentale Deduktion der Kategorien in der 1. Auflage der Kr. d. r. V. In: Philosophische Abhandlungen. Dem Andenken Rudolf Hayms gewidmet von Freunden und Schülern. Halle a. S.: Max Niemeyer 1902, <abbr>S.</abbr> 23–98 sowie <abbr>ders.</abbr> zusammenfassend: Aus zwei Festschriften. Beiträge zum Verständnis der Analytik und der Dialektik in der Krit. d. r. V. In: Kant-Studien 7 (1902), <abbr>S.</abbr> 99–119.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-302"><lem>mein Verleger</lem><note><name>Paul Siebeck</name>, Inhaber des Verlages J. C. B. Mohr (Tübingen).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-303"><lem>Ihre Zeitschrift eine Besprechung</lem><note>in Kant-Studien erschien keine Rezension von Rickert: Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung. Eine logische Einleitung in die historischen Wissenschaften. Tübingen/Leipzig: Mohr (Siebeck) 1902, deren erster Teil 1896 erscheinen war.</note></app></listApp></back></text></TEI>