<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000771-9</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Paul Natorp</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Marburg</placeName>, <date>23.4.1901</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 1 b, Nr. 4</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0771" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000771-9"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118586548">Paul Natorp</persName><placeName>Marburg</placeName><date when="1901-04-23">23.4.1901</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118555006">Edmund Husserl</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 1 b, Nr. 4</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Paul Natorp</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Marburg</placeName>, <date>23.4.1901</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 1 b, Nr. 4</bibl></head></front><body><dateline>Marburg 23. April 1901</dateline><salute>Hochgeehrter Herr Kollege!</salute><p>Hierbei erlaube ich mir die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-78"/>Besprechung von <name>Husserl</name>’s Prolegomena<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-78"/> Ihnen zu übersenden. Sie ist etwas länger ausgefallen, als ich dachte; der Gegenstand schien mir bedeutend – <abbr>u.</abbr> auch was ich meinerseits darüber zu sagen hatte, ertragreich genug, um es dem Leser in verhältnismässiger Breite, <abbr>u.</abbr> nicht in übergrosser Knappheit vorzuführen. Wenn ich Sie bitte, die Besprechung unverkürzt, und möglichst <hi rend="underline">bald</hi>, <abbr>u.</abbr> wenn es Ihnen recht ist in Aufsatzform zu veröffentlichen, so ist es in erster Linie der Sache, dann aber einigermassen auch der <hi rend="underline">Person</hi> des Verf<add>[assers]</add> wegen. Denn so begreiflich es von mehreren Seiten ist, so bedauerlich ist es zugleich, dass der tüchtige Gelehrte es noch nicht zur geringsten Anstellung gebracht hat; <abbr>u.</abbr> das Einzige was ich für ihn zu tuen im Stande bin, ist, dass ich, nicht durch Lobesworte, sondern durch wirkliches Eingehen auf seine Leistungen, deren Bedeutung fühlbar zu machen mich an meinem Teil bemühe. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-79"/>Ihr Kollege<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-79"/> wird es Ihnen noch mehr danken als ich, wenn Sie aus diesen Rücksichten (aus der ich auch das Erscheinen des <pb/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-80"/>2. Bandes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-80"/> nicht erst habe abwarten wollen) meinen Wunsch erfüllen.</p><p>Mit kollegialem Gruss Ihr sehr ergebener</p><signed>P. Natorp</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-78"><lem>Besprechung von <name>Husserl</name>’s Prolegomena</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Natorp: Zur Frage der logischen Methode. Mit Beziehung auf Edm. Husserls „Prolegomena zur reinen Logik“ [Fußnote: Logische Untersuchungen von Edmund Husserl. 1. Teil. Prolegomena zu reinen Logik. Halle a. S., Niemeyer. 1900. XII u. 258 S. 8°.]. In: Kant-Studien 6 (1901), <abbr>S.</abbr> 270–283.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-79"><lem>Ihr Kollege</lem><note><name>Edmund Husserl</name> (1859–1938), seit 1887 Privatdozent in Halle, wurde erst 1901 als <abbr>ao. Prof.</abbr> nach Göttingen berufen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-80"><lem>2. Bandes</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Natorp vom 9.5.1901</note></app></listApp></back></text></TEI>