<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000614-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger </persName>an <persName type="received">Kuno Fischer</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>26.3.1897</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">Redaction der „Kantstudien“ | (Verlag von L. Voss, Hamburg) | Prof. Dr. Vaihinger | HALLE a. S., den 189 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Heidelberg, Nachlass Kuno Fischer, Heid. Hs. 2600 III A-311</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0614" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000614-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1897-03-26">26.3.1897</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/134088859">Kuno Fischer</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/11600780X">Erich Adickes</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118525727">Wilhelm Dilthey</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11667461X">Max Heinze</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116403187">Rudolf Reicke</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</name></note><note type="repository">Universitätsbibliothek Heidelberg, Nachlass Kuno Fischer, Heid. Hs. 2600 III A-311</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger </persName>an <persName type="received">Kuno Fischer</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>26.3.1897</date>, <note>4 S., hs., Briefkopf </note><quote type="rdg">Redaction der „Kantstudien“ | (Verlag von L. Voss, Hamburg) | Prof. Dr. Vaihinger | HALLE a. S., den 189 | Reichardtstr. 15.</quote>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Heidelberg, Nachlass Kuno Fischer, Heid. Hs. 2600 III A-311</bibl></head></front><body><dateline>26.III 1897</dateline><salute><abbr>Ew.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1398"/>Excellenz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1398"/></salute><p>beehre ich mich ganz ergebenst mitzutheilen, daß ich meinerseits durchaus dafür bin, den <name>Windelband</name>’schen Aufsatz, nachdem er in dem nächsten Heft der „Kantstudien“ erschienen ist, auch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1399"/>separat als eigene Schrift<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1399"/> erscheinen zu <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1400"/>lassen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1400"/>. Ich werde in diesem Sinne auch an die Verlagshandlung <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1401"/>schreiben.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1401"/></p><p>Es war mir ein inneres Bedürfniß, zu dem Jubiläum von <abbr>Ew.</abbr> Excellenz auch öffentlich Zeugnis dafür abzulegen, wie hoch <pb/> ich trotz beträchtlicher Abweichungen in Methode und Resultat das Lebenswerk von <abbr>Ew.</abbr> Excellenz stelle, und insbesondre Ihre Wirksamkeit für <name>Kant</name>, dessen wissenschaftliche Erforschung Sie erst begründet haben. Und so hat Herr <abbr>Prof.</abbr> <name>Windelband</name>, den ich um Abfassung des Artikels bat, in trefflicher Weise dem Ausdruck gegeben, was ich selbst fühle: Dank für die äußerst anregende Belehrung, die ich aus Ihrem Werke geschöpft habe. Ich habe es daher immer für Undankbarkeit gehalten, wenn Einige der jüngeren Generation diesen Faden der Continuität zerrissen haben. Wir stehen in Bezug auf <name>Kant</name> alle auf Ihren Schultern. <pb/></p><p>Die Berliner <name>Kant</name>ausgabe ist noch nicht so weit fortgeschritten, daß in <hi rend="underline">nächster</hi> Zeit daraus Etwas gewonnen werden könnte. Die Direction der Sache liegt ganz in den Händen von Geh. Reg Rath <hi rend="underline"><name>Dilthey</name></hi>-Berlin. Die Ausgabe soll 4 Abtheilungen enthalten:</p><p>I die von <hi rend="underline"><name>Kant</name> selbst</hi> publicirten Werke</p><p>II die <hi rend="underline">Vorlesungen</hi>, von denen bis jetzt ziemlich viele Nachschriften gefunden worden sind. Diese Abtheilung besorgt Geh. Hofrath <abbr>Prof.</abbr> <hi rend="underline"><name>Heinze</name></hi>-<hi rend="underline">Leipzig</hi></p><p>III. die <hi rend="underline">Briefe</hi> – es sind viele bis jetzt unbekannte gesammelt. Diese Abtheilung besorgt <hi rend="underline"><name>Reicke</name></hi></p><p>IV. die <hi rend="underline">Losen Blätter</hi>, <hi rend="underline">Fragmente</hi> <abbr>u. s. w.</abbr> die <hi rend="underline">Reflexionen</hi> <abbr>etc.</abbr> Diese ganze umfangreiche Abtheilung besorgt Privatdocent D<hi rend="superscript"><hi rend="underline">r</hi></hi> <hi rend="underline double"><name>Adickes</name></hi><hi rend="underline">-Kiel</hi>. Abteilung II, III, IV sollen etwa 6–8 Bände umfassen. <pb/></p><p>Ich glaube nicht, daß von den Abtheilungen II–IV vor dem Ablauf von 2 Jahren etwas in den Druck kommt. Ganz authentische Nachricht würden Sie am besten von <hi rend="underline"><name>Dilthey</name></hi> einziehen, glaube aber nicht, daß Sie etwas Anderes erfahren werden; doch wäre es ja vielleicht möglich, daß Aushängebogen seinerzeit vor der Publication privatim an Sie abgegeben würden. Bis jetzt ist aber Alles noch im Stadium der Vorbereitung. –</p><p>Genehmigen <abbr>Ew.</abbr> Excellenz den Ausdruck tiefster Verehrung, mit dem ich verbleibe <abbr>Ew.</abbr> Excellenz ganz ergebenster</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1398"><lem>Excellenz</lem><note>danach 2 Zeilen frei gelassen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1399"><lem>separat als eigene Schrift</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Kuno Fischer an Vaihinger vom 20.3.1897</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1400"><lem>lassen</lem><note>doppeltes s mit ß geschrieben</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1401"><lem>schreiben.</lem><note>danach Fußnotenzeichen und -text: </note><rdg>hiezu ein P. S.</rdg><note> [liegt nicht bei]</note></app></listApp></back></text></TEI>