<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000611-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Kuno Fischer </persName>an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>20.3.1897</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 8 k, Nr. 2</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0611" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000611-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118533401">Kuno Fischer</persName><placeName>Heidelberg</placeName><date when="1897-03-20">20.3.1897</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118533401">Kuno Fischer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 8 k, Nr. 2</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Kuno Fischer </persName>an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Heidelberg</placeName>, <date>20.3.1897</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 8 k, Nr. 2</bibl></head></front><body><salute>Hochgeehrter Herr College.</salute><p>Darf ich Ihnen für das Dedicationsexemplar der „Kant-Studien“ II mit dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1387"/><name>Windelband</name>schen Aufsatz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1387"/> „<name>Kuno Fischer</name> <abbr>u.</abbr> sein <name>Kant</name>“ meinen sehr erfreuten und verbindlichen Dank aussprechen?</p><p>Ich habe so eben die Urkunde meines von der Philosophischen Facultät zu Halle <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1388"/>in<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1388"/> <pb/> höchst ausdrucks- und ehrenvoller Weise erneuten Doctordiploms dankbar beantwortet.</p><p>Ich stecke in der 4<hi rend="superscript">t</hi>. <abbr>Aufl.</abbr> meines Werkes über <name>Kant</name>, wozu ich Ihren Commentar von neuem <abbr>u.</abbr> die neuen Kantstudien aufmerksam studieren werde. Es wäre mir sehr wichtig, den Stand der Berliner <name>Kant</name>-Ausgabe, welche das <hi rend="underline">handschriftliche Material</hi> (Briefe <abbr>u. s. f.</abbr>) <pb/> enthält, kennen zu lernen. Ich will an die Akademie selbst schreiben, deren K<add>[orrespondierendes]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1389"/>Mitglied<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1389"/> ich bin; möchte aber einen solchen Schritt nicht gern umsonst thun. Wissen Sie vielleicht einen Rath, wie ich diesen Zweck erreichen kann?</p><p>Würde es erlaubt sein, den <name>Windelband</name>schen Aufsatz als <hi rend="underline">besondre</hi> Schrift <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1390"/>abdrucken zu lassen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1390"/>? Würde diese Erlaubniß von Seiten der Redaction und des Verlages erreichbar sein?</p><p>Verzeihen Sie die Eile dieser Zeilen, <pb/> deren vornehmlicher <abbr>u.</abbr> erster Zweck kein andrer ist, als <hi rend="underline">Ihnen</hi> meinen herzlich <abbr>u.</abbr> freudig empfundenen Dank abzustatten.</p><p>Ihr ganz ergebenster</p><signed>Kuno Fischer.</signed><dateline><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1391"/>Heidelberg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1391"/> 20 März 1897.</dateline><postscript><p>Noch herzlichen Dank für die sehr gütige telegr<add>[aphische]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1392"/>Beglückwünschung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1392"/>.</p></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1387"><lem><name>Windelband</name>schen Aufsatz</lem><note><abbr>vgl.</abbr> die Buchhandelsausgabe (<abbr>d. i.</abbr> die gewünschte </note><rdg><hi rend="underline">besondre</hi> Schrift</rdg><note>, die <name>Kuno Fischer</name>, der eigens für ihn gefertigte Exemplare erhielt, im weiteren Verlauf des Schreibens wünscht): Wilhelm Windelband: Kuno Fischer und sein Kant. Erschienen als: Festschrift der „Kantstudien“ zum 50. Doctorjubilaeum Kuno Fischers. Hamburg/Leipzig: Leopold Voss 1897, darin <abbr>S.</abbr> 5–14 (<abbr>dass.</abbr> in: Kant-Studien 2 (1898), <abbr>S.</abbr> 1–10); enthält außerdem: Hans Vaihinger: Vorwort (Halle, 22.4.1897), <abbr>S.</abbr> 3–4; Anhang: Glückwunschschreiben der Philosophischen Fakultät der Universität Halle vom März 1897, <abbr>S.</abbr> 15–16; Das erneuerte Doktordiplom, <abbr>S.</abbr> 17–18 (<ref type="link">https://doi.org/10.11588/diglit.22256</ref> (23.8.2024)). <abbr>Vgl.</abbr> Wilhelm Windelband an Vaihinger vom 17.2., 8./9.3. und 18./19.3.1897.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1388"><lem>in</lem><note>darunter Kustode </note><rdg>höchst</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1389"><lem>Mitglied</lem><note>gewählt am 29.1.1885, <abbr>vgl.</abbr> <ref type="link">https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-kuno-fischer-752</ref> (15.6.2022).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1390"><lem>abdrucken zu lassen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Wilhelm Windelband an Vaihinger vom 22.3.1897 und Windelband vom selben Tag an <name>Kuno Fischer</name> (Universitätsbibliothek Heidelberg, <ref type="link">digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2618-51_3/0001</ref> (23.8.2024)): </note><rdg>Es macht mich glücklich, aus Ihren gütigen Zeilen entnehmen zu dürfen, daß es mir gelungen ist, Ihnen eine Freude zu machen. Seine nächste und persönlich liebste Bestimmung hat mein Schriftchen damit erfüllt: im Interesse der Sache wünsche auch ich die weiteste Verbreitung. Mehr als dreißig Abzüge habe ich an die mir bekannten Fachgenossen und andere Gelehrte verschickt […] Der Satz der Schrift steht jedenfalls noch, da sie ja an der Spitze des neuen | Bandes der „Kantstudien“ erscheinen soll; der Satz des Gratulationsblattes ist möglicherweise schon aufgelöst, ich schreibe an Vaihinger, daß er sich wegen etwaiger weiterer Vervielfältigungen mit Ihnen in Beziehung setzen soll. An die „Allgemeine Zeitung“ beabsichtige er ein Exemplar zu schicken </rdg><note>(<abbr>vgl.</abbr> den Teilabdruck von Windelband: Kuno Fischer und sein Kant. In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung, <abbr>Nr.</abbr> 64 vom 20.3.1897, <abbr>S.</abbr> 7–8). – Die Rede ist von Windelband: Kuno Fischer und sein Kant. Als: Festschrift der „Kantstudien“ zum 50. Doctorjubilaeum Kuno Fischers. Hamburg/Leipzig: Leopold Voss 1897, <abbr>S.</abbr> 5–14. <abbr>Dass.</abbr> in: Kant-Studien 2 (1898), <abbr>S.</abbr> 1–10; <abbr>vgl.</abbr> Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband (2020), <abbr>S.</abbr> 170: </note><rdg>Obwohl Windelband mit der Titelwahl dieser Festschrift zum fünfzigsten Doktorjubiläum Kuno Fischers die Erinnerung an eine Debatte aufruft, die knapp dreißig Jahre zuvor von Friedrich Adolf Trendelenburg mit seiner Schrift Kuno Fischer und sein Kant – eine Entgegnung (1869) und Kuno Fischers Anti-Trendelenburg (1870) ihren Höhepunkt erreicht hat, wird dieser Zusammenhang selbst nicht einmal erwähnt.</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1391"><lem>Heidelberg</lem><rdg>Hdg</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1392"><lem>Beglückwünschung</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Wilhelm Windelband an Vaihinger vom 18.3.1897</note></app></listApp></back></text></TEI>