<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000563-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Oswald Külpe</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Würzburg</placeName>, <date>27.7.1896</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 5 q, Nr. 1</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0563" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000563-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/119142139">Oswald Külpe</persName><placeName>Würzburg</placeName><date when="1896-07-27">27.7.1896</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/172916283">Isidor Böck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117450715">Julius Leopold Voss</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 5 q, Nr. 1</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Oswald Külpe</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Würzburg</placeName>, <date>27.7.1896</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 5 q, Nr. 1</bibl></head></front><body><dateline><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1051"/>Würzburg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1051"/> <abbr>d.</abbr> 27.VII 96.</dateline><salute>Hochgeehrter Herr College!</salute><p>Als <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1052"/>ich Ihnen zuletzt schrieb<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1052"/>, fürchtete ich bereits, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1053"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1054"/>Herr<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1053"/> <name>Böck</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1054"/> würde sich die Sache etwas leicht machen. Ich kann Sie unter solchen Umständen nur bitten, daß Sie ihm seine Arbeit einfach zurücksenden. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1055"/>Natürlich war die Arbeit in <hi rend="underline">dem</hi> Zustande nicht druckreif, und es thut mir <hi rend="underline">sehr</hi> leid Ihnen diese Mühe und Unannehmlichkeit bereitet zu haben. Glücklicherweise sind Sie wenigstens stofflich dadurch in keine Verlegenheit gerathen.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1055"/> Daß Sie noch so viel für ihn thun wollen, indem Sie ihn <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1056"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1057"/>Herrn<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1056"/> Voß<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1057"/> empfehlen, ist viel mehr, als er erwarten kann. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1058"/>Jedenfalls würde ich auch hier die Druckexemplare nicht annehmen, wenn sie – ohne Berücksichtigung meiner Aenderungsvorschläge – von ihm eingesandt werden sollten.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1058"/></p><p>Was den Umfang der Arbeit anlangt, so habe ich natürlich den Anhang dabei unberücksichtigt gelassen, und es scheint mir, daß sie ohne diesen nicht mehr als 3 Bogen <pb/> betragen hätte. Ich erwähne das nur, um mich in meiner früheren Taxation zu rechtfertigen.</p><p>Für Ihr freundliches Entgegenkommen bin ich Ihnen nach wie vor sehr dankbar und bedaure es tief, daß Ihnen gerade dadurch solche Schwierigkeiten erwachsen sind.</p><p>Mit hochachtungsvollem Gruß Ihr sehr ergebener</p><signed>Osw. Külpe.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1051"><lem>Würzburg</lem><note>am oberen Blattrand in schwarzer Tinte (der Brief ist ebenfalls in schwarzer Tinte geschrieben) von Vaihingers <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>sub petitione remissionis</rdg><note> | </note><rdg>V.</rdg><note> [<abbr>lat.</abbr> mit der Bitte um Rückgabe; Empfänger nicht ermittelt]</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1052"><lem>ich Ihnen zuletzt schrieb</lem><note>Schreiben nicht ermittelt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1053"><lem>Herr</lem><rdg>Hr.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1054"><lem>Herr <name>Böck</name></lem><note><name>Isidor Böck</name> (1869–1943), Studium in Marburg und Würzburg, Rabbiner, ermordet im Konzentrationslager Theresienstadt, <abbr>vgl.</abbr> den Lebenslauf in Böck, Isidor: Die ethischen Anschauungen von Salomon Maimon in ihrem Verhältnis zu Kants Morallehre (= <abbr>Diss.</abbr> Würzburg 1896). Ung. Brod: K. Graffe 1897, <abbr>S.</abbr> 48 (Digitalisat: <ref type="link">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11821540</ref> (8.12.2023)) sowie den Eintrag in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer (<ref type="link">https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&amp;itemId=13885039&amp;ind=1</ref> (8.12.2023)).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1055"><lem>Natürlich war</lem><lem> … Verlegenheit gerathen.</lem><note> vermutlich war eine Fassung <abbr>o. g.</abbr> Dissertationsschrift <name>Böck</name>s an Vaihinger geschickt worden, um den Text als Aufsatz in der Zeitschrift Kant-Studien zu platzieren.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1056"><lem>Herrn</lem><rdg>Hrn.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1057"><lem>Hrn. Voß</lem><note> meint wahrscheinlich den Verlag Leopold Voss, der 1882 von <name>Julius Leopold Voss</name> (1833–1895, <abbr>vgl.</abbr> <ref type="link">https://d-nb.info/gnd/117450715</ref> (8.3.2024)) verkauft worden war und sich seitdem nicht mehr im Besitz der Familie befand, <abbr>vgl.</abbr> Würffel, Reinhard: Lexikon deutscher Verlage von A–Z. Berlin: Grotesk 2000, <abbr>S.</abbr> 955.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1058"><lem>Jedenfalls würde … werden sollten.</lem><note> mit Blaustift unterstrichen</note></app></listApp></back></text></TEI>