<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000446-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Theobald Ziegler</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>13.11.1892</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 e</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0446" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000446-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116988118">Theobald Ziegler</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1892-11-13">13.11.1892</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 e</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Theobald Ziegler</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>13.11.1892</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 e</bibl></head></front><body><dateline>Straßburg 13. Nov<add>[ember]</add> 1892.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr Kollege!</salute><p>Sie haben die große Freundlichkeit <abbr>u.</abbr> Güte gehabt, mir den eben erschienenen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-158"/>zweiten Band Ihres <name>Kant</name>-Kommentars<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-158"/> zuschicken zu lassen. Wenn ich erst heute dafür danke, so legen Sie mir das nicht als ein Zeichen von Undankbarkeit aus. Aber ich wollte erst einige Abschnitte lesen <abbr>u.</abbr> dann schreiben. Statt dessen kam aber ein Unwohlsein, das Lesen <abbr>u.</abbr> Schreiben hemmte, <abbr>u.</abbr> so muß ich heute – denn länger darf ich es nun doch nicht mehr anstehen lassen – lediglich auf den besten Dank mich beschränken. Soviel freilich habe ich gesehen, daß wiederum eine immense Belesenheit <abbr>u.</abbr> Gelehrsamkeit, eine gewaltige Arbeitsleistung <abbr>u.</abbr> viel Geschick im Anordnen <abbr>u.</abbr> Disponieren in dem Werke steckt; den sachlichen Gewinn reicher Belehrung werde ich mir später daraus erarbeiten.</p><p>Neben dem Dank aber darf ich auch ein Wort aufrichtigen Glückwunsches hinzufügen, daß Sie so rüstig am Werke sind <abbr>u.</abbr> dasselbe so entschlossen der Vollendung entgegenführen. Wie heute auf den zweiten Band, so werden Sie dereinst mit Stolz auf die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-159"/>Vollendung des Ganzen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-159"/> blicken können, <abbr>u.</abbr> dazu <pb/> wünsche ich Ihnen alles, was dazu nötig ist. Sie leisten damit der philosophischen Wissenschaft einen großen Dienst.</p><p>Damit <abbr>u.</abbr> mit freundlich kollegialischem Gruße lassen Sie mich schließen als Ihnen ergebenster</p><signed>Theobald Ziegler.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-158"><lem>zweiten Band Ihres <name>Kant</name>-Kommentars</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 2. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union/Deutsche Verlagsgesellschaft 1892.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-159"><lem>Vollendung des Ganzen</lem><note>es ist kein weiterer <abbr>Bd.</abbr> des (einst auf 4–5 Bände angelegten, <abbr>vgl.</abbr> den Kommentar zu Vaihinger Wilhelm Ludwig Holland vom 15.10.1882) Commentars erschienen.</note></app></listApp></back></text></TEI>