<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000390-3</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Rudolf Eucken</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Jena</placeName>, <date>5.3. o. J. [1888]</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 7 p, Nr. 3</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0390" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000390-3"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118682555">Rudolf Eucken</persName><placeName>Jena</placeName><date when="1888-03-05">5.3. o. J. [1888]</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/119305429">Friedrich Jodl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118627724">Johannes Volkelt</name><name>Martin Schanz</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118586548">Paul Natorp</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118614258">Christoph Sigwart</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117057436">Theodor Lipps</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11863562X">Wilhelm Wundt</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118636383">Eduard Zeller</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 7 p, Nr. 3</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Rudolf Eucken</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Jena</placeName>, <date>5.3. o. J. [1888]</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 7 p, Nr. 3</bibl></head></front><body><dateline>Jena 5/III</dateline><salute>Hochgeehrter Herr College!</salute><p>Mit Bedauern höre ich, daß sich Ihnen noch immer keine festen Aussichten für ein Ordinariat eröffnet haben. Was Sie von Würzburg gehört haben, würde zeigen, daß <name>Wundt</name>’s Einfluß dort dominiert; ich habe gleich an <name>Volkelt</name> geschrieben und Sie in wärmster Weise <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2587"/>empfohlen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2587"/>, habe aber keinerlei Antwort darauf erhalten. Überhaupt bin ich ohne allen und jeden akademischen Einfluß, wie ich auch sonst ja wissenschaftlich <pb/> recht isoliert stehe und sehr wenig Sympathie für meine Bestrebungen bei meinen Fachgenossen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2588"/>finde<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2588"/>. Ich kann also beim besten Willen in der vorliegenden Sache nichts thun; es würde mehr schaden als nützen, wenn ich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2589"/>draußen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2589"/> einen unerbetenen Rath aufdrängen wollte. Haben Sie <name>Zeller</name> und <name>Sigwart</name> über die Sache geschrieben? Das wäre doch gewiß nützlich. In Würzburg dürfte <abbr>Prof.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2590"/><name>Martin Schanz</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2590"/><name/> bei solchen Berufungsfragen besonders einflußreich sein, und es wäre sicher förderlich, wenn Sie ihm von Halle <pb/> aus empfohlen werden könnten.</p><p>Sollte ich je Gelegenheit haben mich über Sie auszusprechen, so werde ich das immer in wärmster und förderlichster Weise thun, aber wie gesagt mein Einfluß ist in diesen Dingen gleich Null, und so kann leider auch meine beste Gesinnung wenig nützen.</p><p>Aber ich hoffe von ganzem Herzen, daß Ihre Tüchtigkeit trotz aller Hemmnisse doch schließlich zur verdienten Anerkennung gelangen wird.</p><p>In vorzüglicher Hochachtung und mit besten Wünschen Ihr ganz ergebener</p><signed>R. Eucken.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-2587"><lem>empfohlen</lem><note>folgt Fußnotenzeichen und -text: </note><rdg>Auch an Falckenberg, der vor einigen Wochen in Familienangelegenheiten hier war, habe ich Sie mit bes[onderer] Rücksicht auf Würzburg warm empfohlen[.]</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-2588"><lem>finde</lem><note>Einfügung über der Zeile für gestrichen: </note><rdg>genieße</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-2589"><lem>draußen</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2590"><lem><name>Martin Schanz</name></lem><note>aus Würzburg berichtete <name>Martin Schanz</name> (1842–1914, Klassischer Philologe) an <name>Wilhelm Wundt</name> vom 19.6.1888: <name>Theodor Lipps</name> soll auf die Kandidatenliste kommen, <name>Paul Natorp</name> hat keinen Lehrerfolg, <name>Friedrich Jodl</name> hat ebenfalls wenig Lehrerfolg, kommt aber eher in Frage. Schanz bittet Wundt abschließend um eine Beurteilung von <name>Johannes Volkelt</name>. Auf S. 1 des Schreibens heißt es: </note><rdg>Über Vaihinger liegt bezüglich seiner Persönlichkeit ein ungünstiger Bericht vor</rdg><note> (<ref type="link">https://collections.uni-leipzig.de/item/UBLNachlassWundt_mods_00001879</ref> (19.8.2024)). Berufen wurde <name>Volkelt</name> (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app></listApp></back></text></TEI>