<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000328-9</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Eduard Zeller</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>7.4.1884</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Tübingen, </bibl><ref type="link">http://idb.ub.uni-tuebingen.de/opendigi/Md747-782</ref></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0328" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000328-9"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1884-04-07">7.4.1884</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118636383">Eduard Zeller</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118644890">Friedrich Althoff</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/1210099055">Emilie Zeller</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</name></note><note type="repository">Universitätsbibliothek Tübingen</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Eduard Zeller</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>7.4.1884</date>, <note>4 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Universitätsbibliothek Tübingen, </bibl><ref type="link">http://idb.ub.uni-tuebingen.de/opendigi/Md747-782</ref></head></front><body><dateline>Straßburg 7.IV.84.</dateline><salute>Hochzuverehrender Herr GeheimeRath und <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2096"/>Professor!<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2096"/></salute><p>Herr Geh<add>[eime]</add> Rath <name>Althoff</name> hat mir mitgetheilt, daß ich zum <abbr>a.°o.</abbr>°Professor in Halle ernannt bin. Ich verlasse daher Straßburg schon übermorgen. Das Hauptgefühl, das mich bei meinem Abgang erfüllt, ist das Gefühl des tiefsten Dankes für die wahrhaft <pb/> väterliche Fürsorge, mit der Sie, hochzuverehrender Herr GeheimeRath, sich meiner angenommen haben.</p><p>Mein Gehalt beträgt (inclusive Wohnungszuschuß) 3060 <abbr>M.</abbr></p><p>Ich hoffe über kurz oder lang Ihnen meinen herzlichen Dank persönlich aussprechen zu können. Ich bitte mich Ihrer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2097"/>Frau Gemahlin<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2097"/> angelegentlich zu empfehlen, deren gütige Theilnahme an meinem Wohl mir wahrhaft wohltuend ist.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2098"/>Unsere Festschrift<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2098"/> ist etwas verzögert worden, weil <name>Windelband</name> in England ist (er studirt die neuere englische Philosophie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2099"/>für seinen dritten Band<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2099"/>); doch ist alles gesetzt und in kurzer Zeit hofft der Verleger die Ehre zu haben, das Dedicationsexemplar absenden zu können.</p><p>Ich hoffe Ihnen dann um dieselbe Zeit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2100"/>einige Bemerkungen zu meinem Beitrag<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2100"/> senden zu können: die Resultate desselben weichen nämlich von der üblichen Auffassung so erheblich ab und stellen eine so beträchtliche Fortbildung meiner früheren An<pb/>sichten über den Gegenstand dar, daß ich glaube, <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren einige <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2101"/>genetische<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2101"/> Bemerkungen schuldig zu sein. Wenn sich jemals eine den Autor selbst überraschende und fast erschreckende Consequenz ungesucht ergeben hat, so ist dies mit dem Hauptresultat meines Aufsatzes der Fall.</p><p>Genehmigen Sie, hochzuverehrender Herr Geheime-Rath, den Ausdruck herzlichster Verehrung, mit der ich zeichne <abbr>Ew.</abbr> Hochwohlgeboren ganz ergebenster</p><signed>H. Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-2096"><lem>Professor!</lem><note>danach 2 Zeilen frei gelassen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2097"><lem>Frau Gemahlin</lem><note><name>Emilie Zeller</name> (1823–1904), <abbr>geb.</abbr> Baur (<abbr>vgl.</abbr> <abbr>NDB</abbr>: Christian Ferdinand Baur).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2098"><lem>Unsere Festschrift</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Zeller vom 25.2.1884</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2099"><lem>für seinen dritten Band</lem><note>von Windelband: Geschichte der neueren Philosophie, bei Breitkopf und Härtel in Leipzig; ein solcher erschien trotz durchgeführter Studienreise nach Oxford nicht (Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2100"><lem>einige Bemerkungen zu meinem Beitrag</lem><note><abbr>vgl.</abbr> bereits Vaihinger an Zeller vom 27.6.1882 sowie an Zeller vom 29.4.1884.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2101"><lem>genetische</lem><note>Wort stark verschrieben</note></app></listApp></back></text></TEI>