<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000307-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Moriz Carrière</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>18.1.1884</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 4 e, Nr. 13</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0307" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000307-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/119355841">Moriz Carrière</persName><placeName>München</placeName><date when="1884-01-18">18.1.1884</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116458933">Agnes Carrière, geb. von Liebig</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116789816">Carl Heyder</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116530782">Gustav Class</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117457736">Franz Xaver Schmid</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 4 e, Nr. 13</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Moriz Carrière</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>18.1.1884</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 4 e, Nr. 13</bibl></head></front><body><salute>Verehrter Herr College!</salute><p>Ihrer so wohlwollenden und energischen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1961"/>Theilnahme für die Gedichte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1961"/> entspricht es daß Sie dieselben <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1962"/>in der Gestalt besitzen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1962"/> wie ich sie Freundinnen und Freunden von <name>Agnes</name> gesandt zum bleibenden Andenken: Schenken Sie das frühere Exemplar an Jemanden wo die Gefühle und Gedanken eine gute Statt finden.</p><p>Die Stellung von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1963"/>Schmidt in Erlangen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1963"/> war nur ausnahmsweise, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1964"/><name>Heyder</name> <abbr>u.</abbr> <name>Class</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1964"/><name/> sind die Professoren von dort.</p><p>Mich hat eine garstige Grippe um die Weihnachts<pb/>ferien betrogen, trotz dem daß ich eine Woche lang das Zimmer hütete, erschwert mein Katarrh noch die Vorträge. Ich stecke dabei in der Revision der Aesthetik für eine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1965"/>neue Auflage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1965"/>: Mit den besten Wünschen und in der Hoffnung daß 1884 Ihnen eine gute sichre Stellung bringt Ihr ergebenster</p><signed>M Càrriere</signed><dateline>München 18/I 1884</dateline></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1961"><lem>Theilnahme für die Gedichte</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1962"><lem>in der Gestalt besitzen</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Carrière: Agnes. Liebeslieder und Gedankendichtungen. Leipzig: Brockhaus 1883, Vorwort <abbr>S.</abbr> VII–VIII: </note><rdg>Am Weihnachtstage sind es 20 Jahre daß ich den dunkeln Strich in das Buch meines Lebens machte; am Sylvesterabende stand ich vor dem Grabe der geliebten Gattin. In der folgenden Osternzeit stellte ich Gedichte zusammen die im Glück und Leid ausgesprochen was sie mir war und bleibt, und sandte denen die uns nahe standen ein kleines Heft: „Agnes. Ein Erinnerungsblatt für Freundinnen und Freunde“. Ich habe in dasselbe später hineingelegt was mir erhaltenswerth schien […]. So sollten diese Verse unter dem Schilde ihres Namens vereint nach meinem Tode gedruckt und Befreundeten zum Andenken mitgetheilt werden. Als ich aber in diesem Jahre zu Osternzeit wieder nach einer Augenoperation fünf Tage und Nächte ruhig im Dunkeln lag und mein Leben überdachte, da gewahrte ich mit Wehmuth wie so manche und gerade der Vertrauteren, denen ich diesen Einblick in mein Seelenleben gewähren wollte, vor mir dahingegangen, und so entschloß ich mich das Büchlein den Mitlebenden als Weihnachtsgruß selbst zu senden</rdg><note> (datiert München im Herbste 1882).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1963"><lem>Schmidt in Erlangen</lem><note>gemeint ist <name>Franz Xaver Schmid</name> (1819–1883), der seit 1862 <abbr>ao. Prof.</abbr> in Erlangen gewesen war (<abbr>BEdPh</abbr>). Womöglich geht es um eine etwaige Nachfolge, auf die Vaihinger spekulierte (<abbr>vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 22.2.1887).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1964"><lem><name>Heyder</name> <abbr>u.</abbr> <name>Class</name></lem><note><name>Carl Heyder</name> (1812–1886) und <name>Gustav Class</name> (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1965"><lem>neue Auflage</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Carrière: Aesthetik. 2 Teile. 3., neubearbeitete <abbr>Aufl.</abbr> Leipzig: Brockhaus 1885.</note></app></listApp></back></text></TEI>