<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000290-7</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Michael Bernays</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>24.6.1883</date>, <note>2 S., hs., am Briefkopf goldfarben eingedrucktes Monogramm </note><quote type="rdg">MB</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 m, Nr. 4</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0290" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000290-7"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116137258">Michael Bernays</persName><placeName>München</placeName><date when="1883-06-24">24.6.1883</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 m, Nr. 4</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Michael Bernays</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>24.6.1883</date>, <note>2 S., hs., am Briefkopf goldfarben eingedrucktes Monogramm </note><quote type="rdg">MB</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 m, Nr. 4</bibl></head></front><body><salute>Theurer Freund und College!</salute><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1796"/>Mein Glückwunsch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1796"/> darf Ihnen nicht länger fehlen; ich spreche ihn mit der innigsten Freude aus. Diese Freude will ich mir auch nicht trüben lassen durch den Gedanken, daß ich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1797"/>selbst unvermögend war<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1797"/>, ein Ereigniß herbeizu<hi rend="underline">führen</hi>, das ich so sehnlich herbei<hi rend="underline">wünschte</hi>. Was liegt daran, durch wen das Gute vollbracht wird? Wenn es nur geschieht! Und wirklich, es ist etwas Gutes und Schönes, daß Sie endlich auf einen Platz gelangen, für den <pb/> Sie schon seit so manchen Jahren berufen und auserwählt erscheinen mußten. Hoffentlich beweist schon in allernächster Zeit irgend eine der deutschen Universitäten sich so einsichtig, Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1798"/>als Ordinarius<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1798"/> in ihren Kreis zu ziehen und Ihnen so den weitesten Spielraum für die gedeihlichste Wirksamkeit zu eröffnen. Einem Manne wie Ihnen ist nur die unentbehrliche Begünstigung von außen zu wünschen. Alles andere, was Ihnen den schönsten Erfolg verlängern kann, besitzen Sie.</p><p>Treulich und herzlich Ihr</p><signed>Bernays.</signed><dateline>München</dateline><dateline>24 Juni 1883.</dateline></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1796"><lem>Mein Glückwunsch</lem><note>zu Vaihingers Ernennung zum <abbr>ao. Prof</abbr>. in Straßburg.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1797"><lem>selbst unvermögend war</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Bernays an Vaihinger vom 15.3.1882</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1798"><lem>als Ordinarius</lem><note>Vaihinger wechselte 1884 als <abbr>ao. Prof.</abbr> nach Halle, zum persönlichen Ordinarius wurde er dort erst 1894 ernannt.</note></app></listApp></back></text></TEI>