<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000269-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Hermann Siebeck</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Basel</placeName>, <date>3.5.1883</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Archives départementales du Bas-Rhin Strasbourg, 103 AL 768, Personalakte [beim Kuratorium] Hans Vaihinger, angelegt im Juni 1883, Nr. 3</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0269" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000269-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/11733829X">Hermann Siebeck</persName><placeName>Basel</placeName><date when="1883-05-03">3.5.1883</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118535315">Sigmund Freud</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118614258">Christoph Sigwart</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118627724">Johannes Volkelt</name></note><note type="repository">Archives départementales du Bas-Rhin Strasbourg, 103 AL 768, Personalakte [beim Kuratorium] Hans Vaihinger, angelegt im Juni 1883, Nr. 3</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Hermann Siebeck</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Basel</placeName>, <date>3.5.1883</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Archives départementales du Bas-Rhin Strasbourg, 103 AL 768, Personalakte [beim Kuratorium] Hans Vaihinger, angelegt im Juni 1883, Nr. 3</bibl></head></front><body><dateline>Basel, <abbr>d.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1652"/>3.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1652"/>5.83.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College,</salute><p>Ich begreife, daß Ihnen daran liegt, etwas über den Grund zu erfahren, der Ihnen auch diesmal bei uns <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1653"/>zu Ihrem Glück<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1653"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1654"/>im Wege gestanden<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1654"/> ist. <name>Volkelt</name>’s Berufung ist zwar noch nicht „officiell“; ich selbst habe die Nachricht aber aus so guter Quelle, daß nicht daran zu zweifeln ist. An seiner Annahme wohl auch nicht. Für Sie war die Stimmung durchaus nicht ungünstig. Sie konnte es auch nicht sein, da Sie von verschiedenen Seiten her (<abbr>u. a.</abbr> auch von <name>Sigwart</name>) gut empfohlen waren. Daß man Sie zuletzt in die zweite Linie stellte, geschah hauptsächlich aus Opportunitätsrücksichten. Wir haben hier, wie Sie wissen, zwei <pb/> Privatdocenten für Philosophie. Die Behörde glaubt nun zwar diese für den gegenwärtigen Fall nicht schon in Betracht ziehen zu sollen. Da sie aber beide schon eine ziemliche Zeit lang mit Erfolg lesen, so wollte man (wie ich dies von einem Mitgliede der betr<add>[effenden]</add> Behörde selbst gehört habe) <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1655"/>Ihnen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1655"/> wenigstens diejenige Enttäuschung ersparen, welche (nach der Meinung der Curatel) darin gelegen hätte, wenn <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1656"/>Ihnen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1656"/> eine Persönlichkeit die nicht wenigstens schon außerordentlicher Professor war, vorgezogen würde.</p><p>Ich wünsche von Herzen, daß es Ihnen bald irgendwo anders besser glücken möge und verbleibe mit besten Grüßen in bekannter Gesinnung Ihr ergebener</p><signed>H. Siebeck.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1652"><lem>3.</lem><note>verschliffen geschrieben, kann auch als </note><rdg>9.</rdg><note> gelesen werden (<abbr>vgl.</abbr> Karl Ledderhose an Karl von Hofmann vom 30.5.1883 im Abschnitt Dokumente zu Leben und Werk).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1653"><lem>zu Ihrem Glück</lem><note>so wörtlich (<name>Freud</name>’scher Verschreiber, für weitere <abbr>s. u.</abbr>)</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1654"><lem>im Wege gestanden</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Hermann Siebeck an Vaihinger vom 30.4.1883 (2) sowie Vaihinger an Ernst Laas vom 6.5.1883</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1655"><lem>Ihnen</lem><note>so wörtlich; über dem großen I ist mit Bleistift von anderer <abbr>Hd.</abbr> ein kleines i eingefügt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1656"><lem>Ihnen</lem><note>so wörtlich; über dem großen I ist mit Bleistift von anderer <abbr>Hd.</abbr> ein kleines i eingefügt</note></app></listApp></back></text></TEI>