<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000247-9</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Friedrich Zarncke</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>5.3.1883</date>, <note>1 S., hs., Wasserzeichen </note><quote type="rdg">T[…] | AME[…] | LINEN[…]</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 b</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0247" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000247-9"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/11913702X">Friedrich Zarncke</persName><placeName>Leipzig</placeName><date when="1883-03-05">5.3.1883</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116345764">Arnold Kowalewski</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116549718">August Krohn</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118555324">August Wilhelm Iffland</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118651218">Ferdinand Avenarius</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116074027">David Peipers</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11733829X">Hermann Siebeck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118627724">Johannes Volkelt</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117003646">Otto Liebmann</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 b</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Friedrich Zarncke</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>5.3.1883</date>, <note>1 S., hs., Wasserzeichen </note><quote type="rdg">T[…] | AME[…] | LINEN[…]</quote>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 10 b</bibl></head></front><body><p>Haben Sie Dank, lieber Herr College, für Ihre eingehenden Untersuchungen <abbr>u.</abbr> ausführlichen Mittheilungen. Ganz entfernt ist ja noch nicht jeder Zweifel, denn <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1449"/><name>Iffland</name>’s Besitz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1449"/> ist doch nur sehr schwach festgestellt. Sollte es nicht am Ende auch von der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1450"/>Frau Mayer an ihren Bruder<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1450"/> gelangt sein können? Die Dame müsste denn vor 1814 gestorben sein. Sie wissen, man muß um deßhalb etwas <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1451"/>früher<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1451"/> sein, weil wir sonst dies Bild erst von Weihnachten 1815 kennen.</p><p>Ihre Exposition und der Brief des Erbprinzen erfolgen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1452"/>anbei zurück<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1452"/>.</p><p>Wollen Sie wirklich in Stuttgart eine Photographie herstellen lassen, so will ich Sie nicht davon abzubringen versuchen. Aber gern würde ich auch hier auf meine Kosten eine solche veranlassen und Ihnen gerne eine Anzahl Exemplare zur Verfügung stellen. Ganz wie Sie wollen. Aber auch an den Kosten der Stuttgarter Aufnahme sollten Sie mich participiren lassen, da dieselbe doch schließlich auf meinen Wunsch geschieht.</p><p>Da Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1453"/>in Giessen nicht zum Vorschlag<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1453"/> gelangt sind, so möchte ich nur wünschen, daß man Ihrer an der oder der Stelle gedächte, wo in Folge der Berufung nach Giessen nun <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1454"/>eine Lücke<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1454"/> eintreten wird. Ich bin sehr gespannt, wer nach Giessen gehen wird. Vorgeschlagen sind ja, wie ich höre: <name>Liebmann</name>, <name>Siebeck</name>, <name>Avenarius</name>, <name>Peipers</name>.</p><p>Die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1455"/>gewünschten Bücher<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1455"/> hoffe ich Ihnen liefern zu können. Ich habe Ihre Wünsche meiner Expedition zur Erledigung, so weit die Bücher nicht dann bereits vergeben sein sollten, zugehen lassen.</p><p>Mit besten Grüßen aufrichtig ergeben</p><signed><abbr>Dr.</abbr> Fr. Zarncke.</signed><dateline>Leipzig</dateline><dateline><abbr>d.</abbr> 5. März 1883.</dateline></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1449"><lem><name>Iffland</name>’s Besitz</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Zarncke vom 28.1.1883</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1450"><lem>Frau Mayer … Ihren Bruder</lem><note> Gemeinte nicht ermittelt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1451"><lem>früher</lem><note>stark verschrieben, mit Bleistift unterstrichen, am <abbr>Rd.</abbr> von Vaihingers <abbr>Hd.</abbr> mit Bleistift: </note><rdg>zäher?</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1452"><lem>anbei zurück</lem><note>liegt nicht bei; Gemeintes nicht ermittelt. <abbr>Vgl</abbr>. Kurzgefasstes Verzeichniss der Originalaufnahmen von Goethe’s Bildniss. Zusammengestellt von Friedrich Zarncke. Des XI. Bandes der philologisch-historischen Classe der Königl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften N<hi rend="superscript"><hi rend="underline">o</hi></hi> I. Mit fünfzehn Tafeln. Leipzig: S. Hirzel 1888 (das Manuscript übergeben am 10. April 1888. Der Abdruck vollendet den 30. Juni 1888), <abbr>S.</abbr> 38: </note><rdg>Das Vaihinger’sche Bild, Oel auf Holz […], im Besitze der Frau Pfarrerin Vaihinger in Cannstatt. Nach einer Familientradition soll es in Iffand’s Besitz gewesen sein, der bereits 1814 starb. Aber es ist nur nachzuweisen, dass sich das Bild in dem Nachlasse des 1828 verstorbenen Oberförsters Stierlen befand, der seinerzeit ein Freund Iffland’s gewesen war, aber auch sonst zur dramatischen Kunst Beziehungen hatte; die Schwester Stierlen’s war z. B. die Gattin des Regisseurs Mayer in Mannheim. Man kann sich wohl vorstellen, dass das Bild auch auf anderem Wege an den offenbar sehr intelligenten Oberförter [!] gelangt sei. Zum Ueberfluss nennt Goethe in dem schon erwähnten Briefe an Rochlitz vom 24. November 1817 das an die Boisserée’s gesandte Bild ausdrücklich das Original aller Raabe’schen Wiederholungen […], und somit steht es authentisch fest, dass das Bild erst nach Iffland’s Tode entstanden ist.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1453"><lem>in Giessen nicht zum Vorschlag</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Zarncke vom 20.1. und 28.1.1883.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1454"><lem>eine Lücke</lem><note>zum Nachfolger des aus Basel nach Gießen berufenen <name>Hermann Siebeck</name> wurde <name>Johannes Volkelt</name> berufen (<abbr>BEdPh</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1455"><lem>gewünschten Bücher</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Zarncke, NL 249/1/V/37, 1 <abbr>S.</abbr>, <abbr>hs.</abbr>, Zettel mit Überschrift von anderer <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg><hi rend="underline">Vaihinger in Straßburg</hi> wünscht: Bergmann | Grundfragen der Logik | <hi rend="underline">Berlin, Mittler</hi> u. S. 1882</rdg><note> </note><rdg>[</rdg><note>rechts daneben mit schwarzer Tinte von anderer <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>an | Krohn: H | gesandt] | _ . _ | Noiré, L. | Die Lehre Kants u. s. w. [</rdg><note>rechts daneben mit schwarzer Tinte von anderer <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>am 6/III bestellt] | <hi rend="underline">Mainz</hi>, <hi rend="underline">Diemer</hi> 1882 | _ . _ | <hi rend="underline">Thiele</hi>, G. | Die Philosophie Kants</rdg><note> </note><rdg>[</rdg><note>rechts daneben mit schwarzer Tinte von anderer <abbr>Hd.</abbr>: </note><rdg>am 6/III bestellt] | <hi rend="underline">Halle</hi>, <hi rend="underline">Niemeyer</hi> 1882 [</rdg><note>am unteren <abbr>Rd.</abbr> mit schwarzer Tinte: </note><rdg>Wenn vorhanden und nicht bereits disponirt, so bitte ich zu senden. L[eipzig] 5/3. 83. Fr[iedrich] Z[arncke]]</rdg><note>. – Die aufgeführten Werke wurden nicht von Vaihinger, sondern von einem Rezensenten besprochen, der mit </note><rdg>A. K.</rdg><note> zeichnete, <abbr>vgl.</abbr> Literarisches Centralblatt, <abbr>Nr.</abbr> 20 vom 12.5.1883, <abbr>Nr.</abbr> 37 vom 8.9.1883 sowie <abbr>Nr.</abbr> 38 vom 15.9.1883. Das Sigel könnte für <name>August Krohn</name> stehen (1840–1889, 1875 in Halle habilitiert, 1881 dort <abbr>ao. Prof.</abbr>, 1884 <abbr>o. Prof.</abbr> in Kiel, <abbr>vgl.</abbr> <ref type="link">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/krohnaugust.html</ref> (6.8.2024)), <abbr>vgl.</abbr> Verzeichnis der Mitarbeiter aus den Jahren 1850–1899. In: Literarisches Centralblatt, <abbr>Nr.</abbr> 1 vom 6.1.1900, <abbr>Sp.</abbr> 5–28, hier <abbr>Sp.</abbr> 16. Der dort ebenfalls aufgeführte <name>Arnold Kowalewski</name> (1873–1945) kommt aufgrund seiner Lebensdaten nicht in Frage.</note></app></listApp></back></text></TEI>