<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000246-3</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Bartholomäus von Carneri</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>4.3.1883</date>, <note>12 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-178307</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0246" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000246-3"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Straßburg</placeName><date when="1883-03-04">4.3.1883</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/119027690">Bartholomäus von Carneri</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118610465">Arthur Schopenhauer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118547739">Georg Wilhelm Friedrich Hegel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117078654">Hubert Janitschek</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118604570">Leopold von Sacher-Masoch</name><name>streichen!</name></note><note type="repository">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-178307</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Bartholomäus von Carneri</persName>, <placeName type="sent">Straßburg</placeName>, <date>4.3.1883</date>, <note>12 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-178307</bibl></head></front><body><dateline>Straßburg 4.III.83.</dateline><salute>Hochverehrter Herr!</salute><p>Sie mögen sich über mein langes Schweigen wohl recht verwundern; aber in die erste Zeit derselben fiel Ihre angestrengte politische Thätigkeit; dann war ich einige Zeit lang unwohl und nun bin ich seit einer Weile intensiv beschäftigt. Aber wie oft habe ich Ihrer mit herzlicher und dankbarer Anhänglichkeit gedacht. Mit höchstem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1408"/>Interesse<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1408"/> habe ich Ihre <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1409"/>im Reichsrath gehaltene Philippica<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1409"/> gelesen und überhaupt die früheren und späteren Verhandlungen; und ich habe seitdem begonnen, mich mit oesterr<add>[eichischer]</add> <pb/> Geschichte zu beschäftigen, um die jetzige Lage aus der Vergangenheit zu begreifen. Ihre Rede fand, wie ich aus den mir zugänglichen Zeitungen constatiren konnte, einen weithin reichenden begeisterten Widerhall; freilich wird es auch an heftigen Invectiven nicht gefehlt haben. Ihre hiesigen Freunde, voran <abbr>Prof.</abbr> <name>Schmidt</name>, haben diese Verhandlungen mit Spannung verfolgt – <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1410"/>alle deutschen Zeitungen haben Auszüge aus Ihrer Rede gebracht<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1410"/>: man las Ihren Namen überall. Ebenso erregte das ungarische Mittelschulgesetz in Deutschland allgemeinste Aufmerksamkeit; wir haben hier auf dem Lesezimmer auch das siebenbürgische Blatt, in <pb/> welchem es leicht war, der ganzen Verhandlung zu folgen. Ich lese die Neue Freie Presse, welche man in Deutschland überall findet, regelmäßig, und halte mich so mit Allem immer auf dem Laufenden. Der Neuen Freien Presse freilich passirte es, in einer Besprechung Ihrer Rede <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1411"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1412"/>Sie als „Anhänger <name>Schopenhauers</name>“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1411"/> zu charakterisiren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1412"/>.</p><p>Daß jetzt für <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1413"/><name>Schopenhauer</name> ein Denkmal in Frankfurt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1413"/> errichtet werden soll, werden Sie wohl auch gelesen haben. Ich glaube, daß auch aus Oesterreich viele Beiträge fließen werden: denn der culturelle Einfluß desselben ist doch ganz unübersehbar: ich meine zunächst „der Einfluß“; ob dieser Einfluß <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1414"/>gün<pb/>stig war, ist ja eine andre Frage. <name>Sacher-Masoch</name> ist jedenfalls stark von ihm beeinflußt.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1414"/> Merkwürdig sind mir über diesen Mann die entgegengesetzten Urtheile von Professor <name>Schmidt</name> und Professor <name>Janitschek</name>. Während letzterer in sehr hochhält, ist für den Ersteren kein Ausdruck stark genug, um ihn zu brandmarken; und doch stehen diese beiden Beurtheiler auf demselben politischen Standpunkt: denn es handelt sich dabei wesentlich um die durch politische Haltung bedingte Beurtheilung. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1415"/>Ich selbst kenne von <name>Sacher-Masoch</name> fast gar nichts und warf nur hie und da einen Blick in <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1416"/>seine Zeitschrift<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1416"/>.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1415"/> <pb/></p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1417"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1418"/>Da<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1417"/> ich in <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1419"/>Gratz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1419"/> Gymnasialpädagogik zu lesen hätte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1418"/>, so beschäftige ich mich jetzt eingehend mit diesem Fache, natürlich mit besonderer Rücksicht auf Oesterreich. Unsere Bibliothek besitzt viel darauf bezügliches Material, besonders auch die ministeriellen Veröffentlichungen. Ich stehe noch an den allgemeinen Vorfragen, und bin noch nicht genügend ins Detail eingedrungen: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1420"/>sonst würde ich mir erlauben, über einige Punkte um Ihre Ansicht zu fragen. Sollte ich dazu kommen, einmal wirklich in Graz dieses Colleg zu lesen, so würde ich natürlich die specifisch oesterreichischen Verhältnisse ganz besonders berücksichtigen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1420"/>; freilich fühle ich wie nothwendig es wäre, zuvor die wichtigsten Anstalten zu besuchen. <pb/> Auch könnte ich meine diesbezügliche Vorbereitung viel eingehender einrichten, wenn ich die Berufung sicher hätte. So muß ich immer zugleich auf andre Umstände Rücksicht nehmen, anstatt mich mit aller Kraft auf Eines zu werfen; zumal die gymnasialpädagogischen Fragen eine ungeheure Literatur aufweisen; auch kann in diesem Gebiet eine einzige Verordnung oder Änderung die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1421"/>einschneidensten Folgen haben, wie <abbr>z. B.</abbr> in Deutschland, <abbr>resp.</abbr> Preußen die Zulassung von Realschulabiturienten zu Einigen Universitätsfächern. Und in Oesterreich werden diese Fragen wohl auch über kurz oder lang brennende werden, und dann gilt es, parat zu sein.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1421"/> <pb/></p><p>Auf Ihren <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1422"/>Aufsatz „Staat und Sittlichkeit“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1422"/> bin ich noch nicht genauer eingegangen ich thue es daher jetzt nachträglich. Ich habe ihn mit hohem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1423"/>Interesse studirt und mit wachsendem Vergnügen die Übereinstimmung unserer Ansichten constatirt.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1423"/> Besonders freute mich, daß Sie dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1424"/>noch immer landläufigen Optimismus in Bezug auf die menschliche ursprüngliche Natur entgegentreten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1424"/> und das radicale Böse anerkennen. Doch war mir schon aus Ihrer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1425"/>„Grundlegung der Ethik“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1425"/> bekannt, welche Stellung Sie hierin einnehmen; dort nehmen Sie ja <abbr>S.</abbr> 137 <abbr>ff.</abbr>, 178, 241, <abbr>u. ö.</abbr> dieselbe Position ein. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1426"/>Ebenso findet sich daselbst auch <abbr>S.</abbr> 389 <abbr>ff.</abbr> die fundamental wichtige Unterscheidung von Staat und Gesellschaft angelegt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1426"/>, welche in Ihrem <pb/> Aufsatze weiter ausgeführt ist. Ihre ethische Auffassung des Staates theile ich vollständig, sowie die Überzeugung, daß derselbe nicht blos dazu ist, um auf seiner höchsten Stufe – wie die beliebte Redensart heißt – <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1427"/>„sich selbst aufzuheben“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1427"/>; denn, wie Sie richtig sagen: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1428"/>„Mit seinen Irrthümern und Trieben haben wir den Menschen zu nehmen.“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1428"/></p><p>Was Sie über den „Kampf ums Glück“ sagen (in dem Aufsatz zur Glückseligkeitslehre), habe ich <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1429"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1430"/>auf mich selbst angewandt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1429"/>; bes<add>[onders]</add> <abbr>S.</abbr> 245/6, herzlichst bedauernd, in diesem Kampf noch immer Kämpfender, und noch kein Siegender zu sein. An der „Arbeitslust“ fehlt es mir am allerwenigsten, wohl aber an jener „erträglichen Lage“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1430"/>, <pb/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1431"/>ohne<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1431"/> welche geistige Arbeit nicht möglich ist. Es ist ein irreparabler Schaden, den die <hi rend="underline">Wissenschaft</hi> dadurch erleidet, daß ich noch keine feste Position habe. Meine <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1432"/><name>Kant</name>arbeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1432"/>, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1433"/>in welcher<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1433"/> ich im <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1434"/>letzten<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1434"/> Sommer mitten darin stand, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1435"/>ist abgebrochen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1435"/>, der letzte Winter nahm mir alle Kraft zur Arbeit, ich war froh, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1436"/>mein Colleg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1436"/> halten zu können, und jetzt bin ich mit anderen Sachen beschäftigt, weil es die Verhältnisse so verlangen. Es ist unverantwortlich von der hiesigen Regierung, daß man nicht zur rechten Zeit mir eine Stellung schuf (was so leicht gewesen wäre), während doch die ersten Autoritäten einig darin sind, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1437"/>daß die Weiterführung meines <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1438"/>Werkes<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1438"/> ein hohes Interesse der Wissenschaft ist.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1437"/> In 10 Jahren wird man das noch viel mehr aner<pb/>kennen, obgleich es schon jetzt allgemein genug anerkannt ist. Ebenso leidig ist, daß die oesterr<add>[eichische]</add> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1439"/>Regierung sich nicht entschließt. Ob sie diesen Sommer die Ernennung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1439"/> perfect machen wird? Oder sollte sie auch noch den nächsten Winter die Stelle in Graz unbesetzt lassen? Es ist wahrhaft peinlich; denn ich muß mich deshalb bei jeder neuen Vakanz betheiligen und doch haben wir hier in Deutschland eine so starke Concurrenz. In einem solchen Zwischenzustande, <hi rend="underline">unter den gegebenen Verhältnissen</hi> zu arbeiten, ist rein unmöglich. Welchen Schaden hat schon so oft die Wissenschaft durch solche Verzögerungen erlitten! <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1440"/>Wie viel Opfer haben diese deutschen Universitätsverhältnisse schon verschlungen!<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1440"/> Wie <pb/> viele Fälle weiß ich, wo die besten Kräfte gekränkt und vernichtet worden sind. Das ist ein trauriges Capitel, von dem ich nicht gerne anfange: es ist nicht zu endigen. Wenn man Solches mit ansehen und miterleben muß, begreift man das entsetzliche, aber wahre Wort von der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1441"/>„Ruchlosigkeit des Optimismus.“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1441"/></p><p>Indessen, um Ihr eigenes <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1442"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1443"/>Wort zu variiren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1442"/>: „Weil man nicht Optimist ist, ist man noch kein Pessimist“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1443"/> (Zur Glücks<add>[eligkeitslehre]</add> <abbr>S.</abbr> 245).</p><p>In einer Zeit, in welcher ich psychologisch am tiefsten darniederlag, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1444"/>habe ich den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1445"/>beifolgenden Aufsatz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1445"/> geschrieben: mögen Sie ihn daher billig beurtheilen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1444"/>; ich denke doch in normalen Verhältnissen Bedeutenderes leisten zu können. <pb/></p><p>Mit Interesse lese ich, daß im Sommer in Graz große <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1446"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1447"/>Festlichkeiten aus Anlaß des Habsburger Jubiläums<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1446"/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1447"/> stattfinden werden. Wie gerne würde ich daran theilnehmen!</p><p>Erfreuen und ehren Sie mich bald durch <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1448"/>Mittheilungen, insbesondre über Ihre literarischen Beschäftigungen.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1448"/></p><p>In inniger Verehrung Ihr herzlich ergebenster</p><signed>H. Vaihinger.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-1408"><lem>Interesse</lem><note>doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1409"><lem>im Reichsrath gehaltene Philippica</lem><note><abbr>vgl.</abbr> die Grundsatzrede Carneris gegen die österreichische Regierung, innerhalb der Budget-Debatte im Abgeordnetenhaus des Reichsrats, abgedruckt in: Neue Freie Presse, <abbr>Nr.</abbr> 6646 vom 27.2.1883, Abendblatt, <abbr>S.</abbr> 2 (via <ref type="link">https://anno.onb.ac.at</ref> (6.8.2024)).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1410"><lem>alle … gebracht</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1411"><lem>Sie als „Anhänger <name>Schopenhauers</name>“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> den Bericht aus dem Abgeordnetenhaus des Reichsrats in: Neue Freie Presse, <abbr>Nr.</abbr> 6648 vom 1.3.1883, Morgenblatt, <abbr>S.</abbr> 2 (via <ref type="link">https://anno.onb.ac.at</ref> (6.8.2024)), wo vom </note><rdg>Schopenhauer’schen Pessimismus Carneri’s</rdg><note> die Rede ist.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1412"><lem>Sie als „Anhänger <name>Schopenhauers</name>“ zu charakterisiren</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1413"><lem><name>Schopenhauer</name> ein Denkmal in Frankfurt</lem><note>am Rechneigrabenweiher in der Obermain-Anlage, errichtet schließlich 1895, <abbr>vgl.</abbr> die Akte: Schopenhauer-Denkmal am Rechneigrabenweiher. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Magistratsakten, S 2656, Aktenzeichen: S 34 <abbr>Nr.</abbr> 11. Aufrufe zur Finanzierung ergingen ab 1883, 5 Jahre vor Schopenhauers 100. Geburtstag.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1414"><lem>günstig … beeinflußt.</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1416"><lem>seine Zeitschrift</lem><note><name>Leopold von Sacher-Masoch</name> (1836–1895) gab <abbr>u. a.</abbr> 1881–1885 die in Leipzig erscheinende Zeitschrift </note><rdg>Auf der Höhe</rdg><note> heraus (<ref type="link">https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Sacher-Masoch_Leopold_1836_1895.xml</ref> (6.8.2024)).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1415"><lem>Ich … Zeitschrift.</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1417"><lem>Da</lem><note>am Kopf der <abbr>S.</abbr> Nummerierung des neuen Bogens: </note><rdg>2</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1419"><lem>Gratz</lem><note>so wörtlich</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1418"><lem>Da … hätte</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1420"><lem>sonst … berücksichtigen</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1421"><lem>einschneidensten … sein.</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1422"><lem>Aufsatz „Staat und Sittlichkeit“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Carneri an Vaihinger vom 7.1.1883</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1423"><lem>Interesse … constatirt.</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1424"><lem>noch … entgegentreten</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1425"><lem>„Grundlegung der Ethik“</lem><note>erschienen Wien: Braumüller 1881.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1426"><lem>Ebenso … angelegt</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1427"><lem>„sich selbst aufzuheben“</lem><note>Anspielung auf <name>Georg Wilhelm Friedrich Hegel</name></note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1428"><lem>„Mit … nehmen.“</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Carneri: Staat und Sittlichkeit, <abbr>S.</abbr> 248.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1429"><lem>auf mich selbst angewandt</lem><note><abbr>vgl.</abbr> nahezu gleichlautend Vaihinger an Carneri vom 1.12.1882</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1430"><lem>auf … Lage“</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1431"><lem>ohne</lem><note>am Kopf der <abbr>S.</abbr> Nummerierung des neuen Bogens: </note><rdg>3</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-1432"><lem><name>Kant</name>arbeit</lem><note>meint Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft (1881/1882 <abbr>u.</abbr> 1892). Von ursprünglich 4 bis 5 geplanten Bänden erschienen lediglich zwei.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1433"><lem>in welcher</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1434"><lem>letzten</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1435"><lem>ist abgebrochen</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1436"><lem>mein Colleg</lem><note>im Wintersemester 1882/1883 las Vaihinger </note><rdg>Allgemeine Geschichte der Philosophie; Montag, Dienstag und Donnerstag von 9–10 Uhr. Im philosophischen Seminar: Erklärung von Kant’s „Kritik der reinen Vernunft“; Montag (oder Dienstag) von 7–9 Uhr; gratis</rdg><note> (Vorlesungsverzeichnis Straßburg).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1438"><lem>Werkes</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1437"><lem>daß … ist.</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1439"><lem>Regierung … Ernennung</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1440"><lem>Wie … verschlungen!</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1441"><lem>„Ruchlosigkeit des Optimismus.“</lem><note>bei <name>Arthur Schopenhauer</name> heißt es: </note><rdg>Uebrigens kann ich hier die Erklärung nicht zurückhalten, daß mir der Optimismus, wo er nicht etwan das gedankenlose Reden Solcher ist, unter deren platten Stirnen nichts als Worte herbergen, nicht bloß als eine absurde, sondern auch als eine wahrhaft ruchlose Denkungsart erscheint, als ein bitterer Hohn über die namenlosen Leiden der Menschheit</rdg><note> (Die Welt als Wille und Vorstellung <abbr>Bd.</abbr> 1, Viertes Buch, § 59).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1442"><lem>Wort zu variiren</lem><note>bei Carneri heißt es: </note><rdg>Weil man nicht Pessimist ist, ist man noch kein Optimist.</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-1443"><lem>Wort … Pessimist“</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1445"><lem>beifolgenden Aufsatz</lem><note>liegt nicht bei; in Frage kommen mehrere Aufsätze der Jahre 1881 bis 1883, <abbr>vgl.</abbr> die annotierte Bibliographie.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1444"><lem>habe … beurtheilen</lem><note> am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1446"><lem>Festlichkeiten aus Anlaß des Habsburger Jubiläums</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1447"><lem>Festlichkeiten aus Anlaß des Habsburger Jubiläums</lem><note>200 jähriges Jubiläum der Belagerung Wiens 1683</note></app><app type="philological" corresp="#ED-1448"><lem>Mittheilungen, insbesondre über Ihre literarischen Beschäftigungen.</lem><note>am linken <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift angestrichen</note></app></listApp></back></text></TEI>