<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000229-0</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Freiburg im Breisgau</placeName>, <date>10.1.1883</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0229" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000229-0"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</persName><placeName>Freiburg im Breisgau</placeName><date when="1883-01-10">10.1.1883</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116634995">Ernst Laas</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118637002">Robert von Zimmermann</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Freiburg im Breisgau</placeName>, <date>10.1.1883</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></head></front><body><dateline>Freiburg <abbr>i. B.</abbr> <abbr>d.</abbr> 10. Jänner 83.</dateline><salute>Sehr verehrter Herr Doctor!</salute><p>Mißdeuten Sie nicht mein Schweigen auf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1263"/>zwei Ihrer freundlichen Briefe<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1263"/>. – Ich halte in dem gegenwärtigen Stadium <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1264"/>Ihrer Angelegenheit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1264"/> den Einfluß <name>Zimmermann</name>s für bei weitem wichtiger als den, welchen ich etwa nehmen könnte. Ich weiß, daß man in Wien gegen mich verstimmt ist, weil ich ohne jeden Versuch einer Unterhandlung mit der österr<add>[eichischen]</add> Regierung von Graz weggezogen bin. Und in der Tat vom Standpunkt des Ministeriums hat man da ebenso Recht gegen mich verstimmt zu sein, als ich im Rechte war dem deutschen Gefühle folgend hieher zu übersiedeln.</p><p>Auch meine ehemaligen Collegen in Graz scheinen es mir übel <pb/> genommen zu haben, daß ich sie, die allerdings durch Liebenswürdigkeit gegen mich niemals sich hervortaten kurzweg verlassen habe.</p><p>Wenn <name>Zimmermann</name> für Sie eintritt, ist Ihre Sache so gut als möglich gefördert. Ich habe in Graz erfahren, daß man dieselbe von Seiten des Ministeriums bereits in Erwägung gezogen hat. Meine Quelle ist gut informirt. Ein Schreiben an Z<add>[immermann]</add> das zugleich einem der höheren Ministerialbeamten mitgeteilt werden könnte, wäre an der rechten Zeit. Nur müssen Sie darin mit einiger Bestimmtheit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-1265"/>Ihren Entschluß kundgeben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-1265"/>, längere Zeit in Österr<add>[eich]</add> bleiben zu wollen; denn wie ich gleichfalls weiß, hat man das Bedenken, ob <pb/> ein aus dem deutschen Reiche Berufener nicht bei nächster sich bietender Gelegenheit wieder die österr<add>[eichischen]</add> Dienste verlassen würde.</p><p>Ich wünsche lebhaft, daß Ihre Berufung in Bälde erfolgt, ich wüsste nicht, wem ich dies mehr wünschte – und es war noch meine Empfehlung, die Sie <hi rend="underline">mit</hi> an den ersten Platz stellte.</p><p>Leben Sie wohl, seien Sie herzlich gegrüsst und grüssen Sie von mir Ihren Collegen <name>Laas</name> recht verbindlich.</p><p>Ihr ergebener College</p><signed>Riehl.</signed><anchor type="delimiter"/></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-1263"><lem>zwei Ihrer freundlichen Briefe</lem><note>nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1264"><lem>Ihrer Angelegenheit</lem><note>der möglichen Berufung nach Graz</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-1265"><lem>Ihren Entschluß kundgeben</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Bartholomäus von Carneri vom 11.12.1882</note></app></listApp></back></text></TEI>