<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000184-8</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Friedrich Paulsen</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Berlin</placeName>, <date>23.3.1882</date>, <note>7 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 c–2</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0184" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000184-8"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118739603">Friedrich Paulsen</persName><placeName>Berlin</placeName><date when="1882-03-23">23.3.1882</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118505696">Francis Bacon</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11653012X">Benno Erdmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116389311">Richard Avenarius</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 c–2</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Friedrich Paulsen</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Berlin</placeName>, <date>23.3.1882</date>, <note>7 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 c–2</bibl></head></front><body><dateline>Berlin 23/3 82</dateline><dateline>Derfflingerstr 14</dateline><salute>Geehrtester Herr <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-539"/>College!<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-539"/></salute><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-540"/><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-541"/>Ihre gefällige Zusendung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-540"/> hat mich einigermaaßen überrascht. Ich war gar nicht darauf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-542"/>gefasst<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-542"/>, daß Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-543"/>in meiner Anzeige<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-543"/> eine geringschätzige Kritik Ihres Werkes erblicken würden, auf welches mit einer Antikritik zu antworten notwendig sei.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-541"/> Ich war überhaupt nicht darauf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-544"/>gefasst<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-544"/>, daß das Manuskript in Ihre Hände kommen würde. Sie müssen mir erlauben ein Wort über die Entstehungsgeschichte der Anzeige vorauszuschicken.</p><p>Im Sommer des vorigen Jahres kam mir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-545"/>Ihr Commentar<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-545"/> zu Gesicht. Ich blätterte ihn durch <abbr>u.</abbr> fand jene Bemerkungen über <pb/> die sogenannte <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-546"/>‚Paulsen-<name>[Benno] Erdmann</name>sche Controverse‘<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-546"/>. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-547"/>Ich bat <name>[Richard] Avenarius</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-547"/>, mir eine Seite der Zeitschrift zur Verfügung zu stellen, um darauf zu sagen, inwiefern mir der eigentliche Kernpunkt der Streitfrage dort so wenig als in andern (besonders auch <name>[Benno] Erdmann</name>s eigenen) Darstellungen getroffen zu sein schiene. Er erwiderte mit der Bitte, lieber das ganze Werk anzuzeigen. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-548"/>Erst<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-548"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-549"/>durch<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-549"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-550"/>die<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-550"/> wiederholte Bitte ließ ich mich dazu bestimmen. Meine Arbeiten liegen gegenwärtig auf ganz anderem Gebiet <abbr>u.</abbr> deshalb sträubte ich mich eine Art <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-551"/>Verpflichtung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-551"/> für das <hi rend="underline">ganze</hi> Werk zu übernehmen. – Ich wollte zuerst das Werk gleich besprechen <abbr>u.</abbr> hatte es in die Sommerferien mitgenommen; legte es aber zurück, um auf <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-552"/>die Fortsetzung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-552"/> zu warten, da ich sah, daß der Anfang zu wenig von dem Commentar selbst enthalte, um ein Urteil zu gestatten. Beim Anfang der Osterferien hatte ich die Fortsetzung <pb/> noch nicht in den Händen. <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-553"/>Da<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-553"/> mir <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-554"/>nun<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-554"/> eine unerledigte Verpflichtung dieser Art ähnlich wie eine Briefschuld ein peinigendes Gefühl verursacht, so entschloß ich mich, den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-555"/>Halbband<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-555"/> allein anzuzeigen: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-556"/>war<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-556"/> er allein in die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-557"/>Öffentlichkeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-557"/> getreten, so mußte er sich selbst eine gewisse Selbständigkeit zutrauen. Ich schickte die Anzeige gleich an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-558"/><name>Richard Avenarius</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-558"/> mit der Bitte, sie nun <hi rend="underline">gleich</hi> zu veröffentlichen, da Ihnen vielleicht erwünscht sein könnte, auf ein paar Punkte in der Fortsetzung einzugehen.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-559"/><name>Richard Avenarius</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-559"/> hat nun <hi rend="underline">ohne mein Wissen</hi> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-560"/>Ihnen das Manuskript geschickt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-560"/>. Er hat es mir erst nachträglich mitgeteilt. Daß es geschehen ist, mag ich nun, nach Ihrer Äußerung über dasselbe, nicht bedauern. Da Sie darin eine feindselige Kundgebung erblicken <abbr>u.</abbr> ich keinen erheblichen Werth darauf lege, so wird es mir nicht schwer, Ihrem Wunsch <pb/> zu entsprechen, <abbr>u.</abbr> das Manuskript überhaupt unveröffentlicht zu lassen.</p><p>Daß Sie nun die Anzeige als einen Angriff empfinden, daß Sie ‚Animosität‘ darin bemerkt haben wollen, ist mir nicht <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-561"/>faßlich<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-561"/>. Ist es das <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-562"/><name>Bacon</name>ische Citat<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-562"/>, was Sie irritirt hat? Ich habe es ausgestrichen, weil ich diese Wirkung für möglich hielt. Gemeint war damit: <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-563"/>mir wird von Ihnen, wie von Anderen, <hi rend="underline">Einseitigkeit</hi> vorgeworfen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-563"/>. Vielleicht trifft mich der Vorwurf, namentlich die erste Darstellung (in <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-564"/>der<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-564"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-565"/>Entwicklungsgeschichte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-565"/>): ich kehre bloß die eine Seite hervor, weil sie die übersehene war. Wenn Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-566"/>m<add>[einen]</add> Aufsatz in der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-567"/>Vierteljahrschrift<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-567"/> V,<hi rend="superscript">1</hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-566"/> einsehen wollen, werden <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-568"/>Sie<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-568"/> finden, daß meine Auffassung der <name>Kant</name>ischen <hi rend="underline">Philosophie</hi> (dort war bloß von der Erkenntnißtheorie die Rede) vielleicht alle möglichen Mängel hat, aber nicht den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-569"/>der<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-569"/> einseitig rationalistischen <pb/> Deutung. Ich will aber jenen Vorwurf der Einseitigkeit gar nicht ablehnen: ich nehme die Einseitigkeit, mit jenem <name>Bacon</name><add>[ischen]</add> Wort, als eine Art von Verdienst in Anspruch.</p><p>Soviel hierüber. Was die Anzeige im Übrigen anlangt, so will sie 1) den Leser orientiren über den Inhalt des ersten Halbbands 2) den Plan, soweit er erkennbar ist, aus der Vorrede <abbr>u.</abbr> dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-570"/>Stück<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-570"/> der Ausführung, zum Gegenstand einer Betrachtung machen, die freilich in Zweifeln an der Zweckmäßigkeit besteht. Diese Zweifel sind durch Ihre Anmerkungen nicht beseitigt worden, aber wie gesagt ich lege keinen Werth darauf sie dem Publicum vorzutragen. – Dagegen lehnt sie ausdrücklich ab, aus dem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-571"/>Bruchstück<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-571"/> ein Urteil über die Ausführung zu fällen: sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-572"/>nennt<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-572"/> einige Zusammenstellungen dankenswerth; ist das zu geringschätzig? Sie nennt <pb/> die Darstellung der Einleitung präcise <abbr>u.</abbr> zutreffend, ist das geringschätzig? Sie machen auf eine Anzahl <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-573"/>Partieen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-573"/> aufmerksam, die ich zu beachten unterlasse – es war keineswegs m<add>[eine]</add> Absicht, alles, was der Leser in dem Buch finden kann, im Auszug mitzuteilen.</p><p>Dagegen habe ich etwas ausführlich die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-574"/>Punkte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-574"/>, die ich für wesentlich halte bei jeder Interpretation dieses Werkes, bezeichnet. Es wird mich sehr freuen, in der Fortsetzung zu finden, daß die Hervorhebung dieser Punkte <hi rend="underline">Ihnen gegenüber</hi> nicht nötig war. Andern gegenüber scheint sie <hi rend="underline">mir</hi> noch sehr notwendig, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-575"/>so<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-575"/> <abbr>z. B.</abbr> auch <name>[Benno] Erdmann</name>. U<add>[nd]</add> Ihre Behandlung der Einleitung, soweit sie vorliegt, beruhigte mich keineswegs hierüber.</p><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-576"/>Auf eine Erörterung weiterer Einzel<pb/>heiten einzugehen, scheint mir, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-577"/>ist<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-577"/> nicht durchaus notwendig, <abbr>u.</abbr> so beschweren wir uns wohl besser nicht mit einer langen brieflichen Besprechung derselben.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-576"/></p><p>Mit vollkommener Hochachtung <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-578"/>zeichnet<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-578"/> Ergebenst</p><signed>Paulsen.</signed><postscript><p>Ihre Antikritik schicke ich mit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-579"/>Riehls Brief<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-579"/> sogleich an <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-580"/><name>Richard Avenarius</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-580"/>.</p></postscript></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-539"><lem>College!</lem><note>danach 2 Zeilen frei gelassen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-540"><lem>Ihre gefällige Zusendung</lem><note>nicht ermittelt, etwaiges Begleitschreiben Vaihingers nicht überliefert; <abbr>vgl.</abbr> Paulsen an Vaihinger vom 28.3.1882.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-542"><lem>gefasst</lem><note>doppeltes </note><rdg>s</rdg><note> mit </note><rdg>ß</rdg><note> geschrieben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-543"><lem>in meiner Anzeige</lem><note>nicht ermittelt; betrifft Vaihingers <abbr>o. g.</abbr> Kant-Kommentar; der Text Paulsens blieb unveröffentlicht (<abbr>s. u.</abbr>).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-541"><lem>Ihre gefällige … notwendig sei.</lem><note> Schreiben Vaihingers nicht überliefert</note></app><app type="philological" corresp="#ED-544"><lem>gefasst</lem><note>doppeltes </note><rdg>s</rdg><note> mit </note><rdg>ß</rdg><note> geschrieben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-545"><lem>Ihr Commentar</lem><note>meint die erste Lieferung (von Paulsen als </note><rdg>Halbband</rdg><note> bezeichnet, <abbr>s. u.</abbr>) von Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 1. Stuttgart: W. Spemann 1881 [2 Lieferungen 1881/1882].</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-546"><lem>‚Paulsen-<name>[Benno] Erdmann</name>sche Controverse‘</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 1. Stuttgart: W. Spemann 1881, <abbr>S.</abbr> 70: </note><rdg>Insbesondere die Paulsen-Erdmann’sche Controverse erledigt sich durch den Hinweis darauf, dass weder die rationalistische Behauptung der Möglichkeit immanenter Metaphysik noch die empiristische Behauptung der Unmöglichkeit transscendenter Metaphysik für Kant die Hauptsache war, sondern beides zugleich, schon deshalb, weil in Kants System beide Behauptungen einander fordern und sich gegenseitig stützen; denn die immanente Vernunfterkenntniss ist nur möglich durch Beschränkung auf Erfahrung, und die transscendente Vernunfterkenntnis ist sozusagen nur unmöglich, weil eben immanente möglich ist.</rdg><note> In der Darstellung Vaihingers vertritt Paulsen den rationalistischen, <name>Benno Erdmann</name> den empiristischen Standpunkt (<abbr>vgl.</abbr> <abbr>ebd.</abbr>, <abbr>S.</abbr> 67, mit Literaturverweisen); beide nehmen auch unterschiedliche Standpunkte zum Verhältnis der ersten zur zweiten Auflage der Kritik der reinen Vernunft und der Frage ein, welche Fragestellung in der jeweiligen Auflage zentral sei (<abbr>vgl.</abbr> <abbr>ebd.</abbr>, <abbr>S.</abbr> 386–387; ob diese Stelle in der ersten Lieferung enthalten war, wurde nicht ermittelt).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-547"><lem>Ich bat Avenarius</lem><note> es ist kein Briefwechel zwischen Paulsen und <name>Richard Avenarius</name> ermittelt. – <name>Richard Avenarius</name> (1843–1896) war 1876–1896 <abbr>Hg.</abbr> der Zeitschrift Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie (<abbr>NDB</abbr>, <abbr>vgl.</abbr> die Titelblätter der Vierteljahrrschrift unter <ref type="link">https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/cb328895576/date</ref> (11.6.2024)).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-548"><lem>Erst</lem><note>Einfügung in der Zeile am linken <abbr>Rd.</abbr></note></app><app type="philological" corresp="#ED-549"><lem>durch</lem><note>verbessert aus: </note><rdg>Durch</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-550"><lem>die</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-551"><lem>Verpflichtung</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-552"><lem>die Fortsetzung</lem><note>meint die im zweiten Halbjahr 1882 erschienene zweite Lieferung (den zweiten </note><rdg>Halbband</rdg><note>, <abbr>s. u.</abbr>, nicht etwa den zweiten <abbr>Bd.</abbr>, der erst 1892 erschien) von Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 1. Stuttgart: W. Spemann 1881 [2 Lieferungen 1881/1882].</note></app><app type="philological" corresp="#ED-553"><lem>Da</lem><note>verbessert aus: </note><rdg>da</rdg><note>. Davor gestrichen: </note><rdg>u. um</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-554"><lem>nun</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="philological" corresp="#ED-555"><lem>Halbband</lem><note>danach gestrichen: </note><rdg>durch</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-556"><lem>war</lem><note>Einfügung über der Zeile für gestrichen: </note><rdg>hatte</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-557"><lem>Öffentlichkeit</lem><rdg>Offentlichkeit</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-558"><lem><name>Richard Avenarius</name></lem><rdg>Aven.</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-559"><lem><name>Richard Avenarius</name></lem><rdg>Av.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-560"><lem>Ihnen … geschickt</lem><note> etwaiges Begleitschreiben von <name>Richard Avenarius</name> an Vaihinger nicht ermittelt</note></app><app type="philological" corresp="#ED-561"><lem>faßlich</lem><note>verbessert aus: </note><rdg>ganz</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-562"><lem><name>Bacon</name>ische Citat</lem><note>nicht ermittelt; <name>Kant</name> hatte der 2. <abbr>Aufl.</abbr> der Kritik der reinen Vernunft ein Motto <name>Bacon</name>s vorangestellt, auf das Vaihinger eingeht in: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 1. Stuttgart: W. Spemann 1881 [2 Lieferungen 1881/1882], <abbr>S.</abbr> 75–77.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-563"><lem>mir wird … <hi rend="underline">Einseitigkeit</hi> vorgeworfen</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> hinsichtlich der Vorwürfe <name>Vaihinger</name>s die Übersicht über verschiedene (einseitige) Interpretationslinien der Kritik der reinen Vernunft in: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft <abbr>Bd.</abbr> 1, <abbr>S.</abbr> 63 sowie <abbr>ebd.</abbr>, <abbr>S.</abbr> 67: </note><rdg>Paulsen […], der […] im Anschluss an Weisse und Cohen den rationalistischen Theil als Kants eigentliche Tendenz bezeichnet</rdg><note> und <abbr>ebd.</abbr>, <abbr>S.</abbr> 73: </note><rdg>Paulsen […] meint: wenn es beim Erscheinen der Kritik d. r. V. noch üblich gewesen wäre, in den Titel eine Bezeichnung des Inhalts aufzunehmen, so hätte derselbe lauten müssen: Krit. d. r. V. oder erstes, wahres und einzig haltbares System des Rationalismus. Dass diese Auffassung einseitig ist, wurde in der Einl. II, § 13. 14 nachgewiesen.</rdg><note> <abbr>Vgl.</abbr> Paulsen an Vaihinger vom 28.3.1882.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-564"><lem>der</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-565"><lem>Entwicklungsgeschichte</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Paulsen: Versuch einer Entwicklungsgeschichte der kantischen Erkenntnisstheorie. Leipzig: Fues’s Verlag (R. Reisland) 1875. Digitalisat: <ref type="link">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11171206?</ref> (16.10.2023).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-567"><lem>Vierteljahrschrift</lem><note>so wörtlich</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-566"><lem>m. Aufsatz … V,<hi rend="superscript">1</hi></lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Paulsen: Was uns Kant sein kann? Eine Betrachtung zum Jubeljahr der Kritik der reinen Vernunft. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 5 (1881, Heft 1), <abbr>S.</abbr> 1–96.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-568"><lem>Sie</lem><rdg>sie</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-569"><lem>der</lem><note>danach Ansatz gestrichen: </note><rdg>Ein</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-570"><lem>Stück</lem><note>kann auch </note><rdg>Maß</rdg><note> heißen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-571"><lem>Bruchstück</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-572"><lem>nennt</lem><note>danach gestrichen: </note><rdg>bloß</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-573"><lem>Partieen</lem><note>so wörtlich</note></app><app type="philological" corresp="#ED-574"><lem>Punkte</lem><note>danach gestrichen: </note><rdg>Sache</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-575"><lem>so</lem><note>verbessert aus unleserlichem Buchstaben, womöglich: </note><rdg>u</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-577"><lem>ist</lem><note>Einfügung über der Zeile</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-576"><lem>Auf eine Erörterung … Besprechung derselben.</lem><note> <abbr>vgl.</abbr> Paulsen an Vaihinger vom 28.3.1882</note></app><app type="philological" corresp="#ED-578"><lem>zeichnet</lem><note>Wortendung verbessert aus unlesbaren Buchstaben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-579"><lem>Riehls Brief</lem><note>nicht ermittelt; gemeint ist vermutlich <name>Alois Riehl</name>.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-580"><lem><name>Richard Avenarius</name></lem><rdg>A</rdg></app></listApp></back></text></TEI>