<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000180-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Carl Prantl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>11.3.1882</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 k, Nr. 2</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0180" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000180-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/101304153">Carl Prantl</persName><placeName>München</placeName><date when="1882-03-11">11.3.1882</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/119305429">Friedrich Jodl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116952768">Georg Neudecker</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 k, Nr. 2</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Carl Prantl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>11.3.1882</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 2 k, Nr. 2</bibl></head></front><body><dateline>München, 11 <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-517"/>Maerz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-517"/> 82</dateline><salute>Geehrtester Herr College!</salute><p>Indem ich Ihnen für <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-518"/>Ihre fortgesetzte freundlichste Zusendung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-518"/> meinen besten verbindlichsten Dank sage, kann zu meinem großen Bedauern die Beantwortung des weiteren Inhaltes <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-519"/>Ihrer geehrten Zuschrift v<add>[om]</add> 9<hi rend="superscript">t</hi><hi rend="superscript"><add>[en]</add></hi> d<add>[ieses]</add> M<add>[onats]</add><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-519"/> wenig Tröstliches für Sie enthalten. Ich weiß allerdings nicht, aus welcher Quelle Ihnen das, was Sie <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-520"/>über Würzburg<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-520"/> schreiben, mitgetheilt worden sei, und es müsste mir sehr Leid thun, wenn aus diesem meinem Briefe eine unangenehme Discussion erwachsen sollte. Aber ich kann Ihnen nur berichten, daß, soweit ich meinerseits briefliche Nachrichten über die Würzburger Angelegenheit erhielt, seit Wochen in der Facultät nur <hi rend="underline">Ein</hi> Personal-Vorschlag, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-521"/>nemlich<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-521"/> <name>Jodl</name>, besprochen wurde, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-522"/>und<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-522"/> daß in der jüngsten entscheidenden Senats-Sitzung gleichfalls nur dieser einzige Vorschlag Annahme fand und sonach der an das Ministerium <pb/> eingesandte Senats-Bericht lediglich den Antrag enthielt, den <abbr>Dr.</abbr> <name>Jodl</name> zum Extraordinarius zu ernennen.</p><p>Ich kann mir nicht denken, daß ich in dieser Angelegenheit von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-523"/>zwei Würzburger Collegen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-523"/> falsche Nachricht erhalten habe; möglich wäre allenfalls, daß im ersten Anfange zu einer Zeit, in welcher über die Sache noch nicht an mich geschrieben wurde, auch andere Namen neben <name>Jodl</name> genannt worden seien. Aber ich möchte Sie bitten, diese meine Mittheilung als eine völlig vertrauliche zu betrachten.</p><p>Ihre wissenschaftlichen Leistungen und vor Allem Ihr begonnenes neuestes Werk sind wahrlich derartig, daß Sie einen Anspruch auf eine Professur erheben können, und ich sollte meinen, daß bei gebotener Gelegenheit man Ihrer <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-524"/>in ganz anderer Weise gedenken müsse als <abbr>z. B.</abbr> des <abbr>Dr.</abbr> Neudecker<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-524"/> und mancher Anderer; aber freilich handelt es sich eben ums Abwarten. Seien Sie überzeugt, daß ich Sie stets mit meinen besten Wünschen begleite.</p><p>Hochachtungsvoll grüßend und nochmals dankend Ihr ergebenster</p><signed>Prantl</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-517"><lem>Maerz</lem><note>in lateinischer Schrift</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-518"><lem>Ihre fortgesetzte freundlichste Zusendung</lem><note>meint vermutlich die zweite Lieferung von Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr>Bd.</abbr> 1. Stuttgart: W. Spemann 1881; <abbr>vgl.</abbr> Prantl an Vaihinger vom 10.8.1881.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-519"><lem>Ihrer geehrten … v. 9<hi rend="superscript">t</hi> d. M.</lem><note> Schreiben Vaihingers nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-520"><lem>über Würzburg</lem><note>es geht um die Besetzung eines Extraordinariats, <abbr>vgl.</abbr> Michael Bernays an Vaihinger vom 20.2. und vom 15.3.1882 sowie Moritz Carriére an Vaihinger vom 5.3.1882.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-521"><lem>nemlich</lem><rdg><hi rend="italic">so wörtlich</hi></rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-522"><lem>und</lem><note>davor Ansatz gestrichen: </note><rdg>d</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-523"><lem>zwei Würzburger Collegen</lem><note>Gemeinte nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-524"><lem>in ganz … Dr. Neudecker</lem><note> Zusammenhang nicht ermittelt; meint vermutlich <name>Georg Neudecker</name>, Philosoph, Privatdozent in Würzburg (abweichende Geburtsjahre: 1850, <abbr>vgl.</abbr> <ref type="link">https://d-nb.info/gnd/116952768</ref> (20.2.2024), oder 1840, <abbr>WBIS</abbr>; <abbr>vgl.</abbr> Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. Berlin 1912, <abbr>S.</abbr> 492–493. Digitalisat: <ref type="link">http://www.zeno.org/nid/20001829343</ref> (20.2.2024)).</note></app></listApp></back></text></TEI>