<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000168-1</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Bruneck (Tirol)</placeName>, <date>23.8.1881</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0168" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000168-1"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</persName><placeName>Bruneck (Tirol)</placeName><date when="1881-08-23">23.8.1881</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116634995">Ernst Laas</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/1117740390">Sophie Riehl</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Alois Riehl</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">Bruneck (Tirol)</placeName>, <date>23.8.1881</date>, <note>3 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 a</bibl></head></front><body><dateline>Bruneck in Tirol <abbr>d.</abbr> 23. Aug<add>[ust]</add> 81.</dateline><salute>Sehr geehrter Herr College!</salute><p>Ich habe <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-262"/>Ihre Zusendung<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-262"/>, mit der Sie mich erfreuten, erhalten und Ihr Buch, daß ich mir bereits angeschafft und gelesen hatte, als Geschenk gerne in Empfang genommen. Ich halte Ihr Unternehmen für außerordentlich verdienstlich und bin mit der Anlage des Werkes und seinen bisherigen Ausführungen vollkommen einverstanden. Daß Sie Polemik nicht vermeiden konnten und durften, finde ich ganz selbstverständlich. Vielleicht hätten Sie an einer oder der anderen Stelle <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-263"/>den Ton derselben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-263"/> anders greifen können, doch bei der Wichtigkeit, die für Sie und uns die Sache als solche hat, ist Ihr Eifer ebenso natürlich als begreiflich. <pb/></p><p>Ich bin auch ganz aufrichtig gesagt nicht im geringsten empfindlich, vielmehr gerne bereit, überall zu lernen, meine Auffassung zu verbessern, wo dafür Gelegenheit sich bietet.</p><p>In dieser Hinsicht bin ich Ihrem Werke zu Dank verpflichtet. Möge der Erfolg desselben Ihrer Gelehrsamkeit, Ihrer Exactheit, Ihrer Pünktlichkeit entsprechen.</p><p>Gerne bin ich bereit, an Ihrem Unternehmen mit meinen Beiträgen mich zu beteiligen. Ich glaube noch einen und den andern Druckfehler in den Ausgaben d<add>[er]</add> V<add>[ernunft-]</add> Kritik bemerkt zu haben, wovon ich Ihnen Mitteilung machen werde, sobald ich mein Exemplar wieder zur Hand haben werde.</p><p>Ich befinde mich gegenwärtig diesen Interessen ferner, da ich auf meiner <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-264"/>Hochzeitsreise<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-264"/> begriffen bin, von der ich erst Ende Sept<add>[ember]</add> nach Graz <pb/> zurückkehren werde.</p><p>Empfehlen Sie mich unserm hochverehrten Collegen <hi rend="underline"><name>Laas</name></hi> bestens und empfangen Sie noch einmal meinen verbindlichsten Dank zugleich mit dem Ausdruck meiner ausgez<add>[eichneten]</add> Hochachtung mit der ich unterzeichne als Ihr ergebener College</p><signed>A Riehl.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-262"><lem>Ihre Zusendung</lem><note>dem Zusammenhang nach von Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft <abbr>Bd.</abbr> 1, 1. Lieferung 1881.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-263"><lem>den Ton derselben</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft 1881, <abbr>S.</abbr> 21: </note><rdg>Riehl, der Kriticismus. I. Band. Leipzig 1876. (Neben feinen Bemerkungen und sehr brauchbaren exegetischen Beiträgen ohne Exactheit; zu enger Anschluss an Cohens willkürlich deutelnden Tiefsinn.)</rdg><note> Weitere kritische Auseinandersetzungen <abbr>S.</abbr> 403 <abbr>u.</abbr> 428.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-264"><lem>Hochzeitsreise</lem><note>mit <name>Sophie Riehl</name>, <abbr>geb.</abbr> Reyer, <name>Alois Riehl</name>s 2. Ehefrau (<abbr>NDB</abbr>).</note></app></listApp></back></text></TEI>