<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000148-9</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Johannes Rehmke</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">St. Gallen</placeName>, <date>9.4.1881</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 b</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0148" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000148-9"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118788175">Johannes Rehmke</persName><placeName>St. Gallen</placeName><date when="1881-04-09">9.4.1881</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 b</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Johannes Rehmke</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">St. Gallen</placeName>, <date>9.4.1881</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 3 b</bibl></head></front><body><dateline><abbr>St.</abbr> Gallen <abbr>d.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-38"/>9<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-38"/> April 1881</dateline><salute>Sehr geehrter Herr!</salute><p>Für die Uebersendung der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-39"/>von Ihnen geschriebenen Anzeige meines Buches<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-39"/> sage ich höflichst Dank. Es thut mir leid, daß meine Zeit es mir nicht erlaubt, auf Ihre Anzeige näher einzugehen und Ihre, mich zum Theil ins Erstaunen setzenden, Aussetzungen durch aufklärende Winke zu paralysiren. Entschuldigen Sie daher, wenn ich nur kurz hier der Hoffnung <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-40"/>Ausdruck gebe, daß Sie bei nochmaliger Lesung des Abschnitts 12 sich überzeugen werden, wie wenig mich der Vorwurf der<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-40"/> Amphibolie treffen kann, und daß Sie aus den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-41"/>früheren<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-41"/> Abschnitten ersehen werden, wie ich trotz mancher Gleichheit in meiner erkenntnißtheoretischen Anschauung mich principiell unterscheiden <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-42"/>muß von den Positivisten, die mir keineswegs unbekannt sind, wenngleich ich sie nicht in Rücksicht auf die Anlage meines Buchs<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-42"/> erwähnt habe. In gleicher Weise werden Sie dann auch Ihre Meinung ändern <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-43"/><abbr>u.</abbr><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-43"/> verstehen, warum ich mein Buch nicht <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-44"/>„Die Welt als Wahrnehmung, <hi rend="underline">Vorstellung</hi> <abbr>u.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-45"/>Begriff“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-45"/><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-44"/> nennen konnte, ohne <pb/> meinen erkenntnistheoretischen Standpunkt gründlich aufzugeben.</p><p>Indem ich Ihnen nochmals verbindlichst danke für die gefällige Zusendung Ihrer Anzeige bin ich in vollkommener Hochachtung</p><signed>J Rehmke.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-38"><lem>9</lem><note>verbessert aus unleserlicher Zahl/Buchstaben</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-39"><lem>von Ihnen geschriebenen Anzeige meines Buches</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Rezension: J. Rehmke, Die Welt als Wahrnehmung und Begriff. Eine Erkenntnistheorie. Berlin, G. Reimer, 1880. VIII und 323 S. gr. 8°. M. 5. 638. In: Deutsche Litteraturzeitung 2 (1881), <abbr>Nr.</abbr> 11 vom 12.3.1881, <abbr>Sp.</abbr> 396–398</note></app><app type="philological" corresp="#ED-40"><lem>Ausdruck gebe, daß Sie bei nochmaliger Lesung des Abschnitts 12 sich überzeugen werden, wie wenig mich der Vorwurf der</lem><lem>Ausdruck gebe … Vorwurf der</lem><note> am <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift: </note><rdg>1</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-41"><lem>früheren</lem><note>Lesung unsicher</note></app><app type="philological" corresp="#ED-42"><lem>muß von den Positivisten, die mir keineswegs unbekannt sind, wenngleich ich sie nicht in Rücksicht auf die Anlage meines Buchs</lem><lem>muß von den … meines Buchs</lem><note> am <abbr>Rd.</abbr> mit Blaustift: </note><rdg>2</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-43"><lem><abbr>u.</abbr></lem><note>in der Vorlage hier und im Folgenden abgekürzt mit: </note><rdg>ud</rdg></app><app type="philological" corresp="#ED-45"><lem>Begriff“</lem><note>Anführungszeichen oben fehlen</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-44"><lem>„Die Welt als Wahrnehmung, <hi rend="underline">Vorstellung</hi> <abbr>u.</abbr> Begriff“</lem><note>kein direktes Zitat aus Vaihingers Rezension (<abbr>a. a. O.</abbr>), <abbr>vgl.</abbr> jedoch <abbr>Sp.</abbr> 397: </note><rdg>So kommt „die Welt als Wahrnehmung und Begriff“ heraus, eine Bestimmung, in welcher nicht nur die zwischen beiden liegende „Vorstellung“ (S. 85, 107, 113) wegen des Gleichklangs des Titels mit einem berühmten Werke inconsequenter Weise weggelassen ist […]</rdg></app></listApp></back></text></TEI>