<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000027-5</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> (mit <persName type="sent">Alois Riehl</persName>), Befürwortung der Zulassung von Bruno Bauch als katholischer Kandidat zur Habilitation, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>13.7.1903</date>, <note>2 S., hs. (andere Hd., mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Universitäts-Archiv Halle-Wittenberg Rep. 21, Nr. 145 (Habilitation Bruno Bauch u. a.)</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0027" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000027-5"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118600826">Alois Riehl</persName><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1903-07-13">13.7.1903</date></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/11865361X">Bruno Bauch</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118509616">George Berkeley</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/1207343722">Martin Luther</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118606964">Max Scheler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118632884">Wilhelm I., Deutscher Kaiser</name></note><note type="repository">Universitäts-Archiv Halle-Wittenberg Rep. 21, Nr. 145 (Habilitation Bruno Bauch u. a.)</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> (mit <persName type="sent">Alois Riehl</persName>), Befürwortung der Zulassung von Bruno Bauch als katholischer Kandidat zur Habilitation, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>13.7.1903</date>, <note>2 S., hs. (andere Hd., mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Universitäts-Archiv Halle-Wittenberg Rep. 21, Nr. 145 (Habilitation Bruno Bauch u. a.)</bibl></head></front><body><p><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-114"/><hi rend="underline">Promemoria</hi><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-114"/><hi rend="underline"/></p><p>betreffend die Habilitation des <abbr>Dr.</abbr> <name>Bauch</name>.</p><p>Die beiden unterzeichneten Ordinarien der Philosophie an der Universität Halle befürworten gerne die Dispensation des <abbr>Dr. phil.</abbr> <name>Bruno Bauch</name> aus Breslau, welcher katholischer Konfession ist, vom <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-115"/>§ 4 unseres Universitäts-Statuts<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-115"/> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-116"/>zum Zweck seiner Habilitation<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-116"/>. <abbr>Dr.</abbr> <name>Bruno Bauch</name> ist seiner philosophischen Richtung nach Anhänger <name>Kant</name>s. Die Universität Halle darf als der Mittelpunkt der an <name>Kant</name> sich anschließenden philosophischen Bestrebungen bezeichnet werden, deren systematisch-kritische Richtung einerseits und philologisch-historische Richtung andrerseits durch die beiden Unterzeichneten vertreten wird. <abbr>Dr.</abbr> <name>Bauch</name>, dessen Habilitationsschrift das Verhältnis von <name>Luther</name> und <name>Kant</name> zum Thema hat, passt ganz in den Rahmen dieser Bestrebungen hinein und erscheint uns als ein wünschenswerter Mitarbeiter. Ganz besonders <pb/> erwünscht ist seine Mitarbeit an der Redaktion der „Kantstudien“, wozu er durch günstige Eigenschaften besonders qualifiziert ist. Die Geschäfte an dieser Zeitschrift, die in ihrem achten Jahrgange besteht, haben sich so gehäuft, daß ein zweiter Redakteur sich als notwendig herausgestellt hat. Eine Zeitlang wurde hiermit ein <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-117"/>Privatdocent in Jena<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-117"/> betraut, aber die räumliche Trennung der Redakteure hat sich als undurchführbar erwiesen und zu einer Menge von Unzuträglichkeiten geführt. Es ist deshalb notwendig, dass ein Gelehrter, der an der hiesigen Universität habilitirt ist, diese Hilfsredaktion übernimmt. Eine andere geeignete Persönlichkeit ist hierzu nicht vorhanden. Aus diesen Gründen erscheint uns <abbr>Dr.</abbr> <name>Bauch</name>s Habilitation, zu der er sich mit unserem Einvernehmen meldet, vorteilhaft für unsere Universität.</p><signed><anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-118"/>A. Riehl<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-118"/></signed><signed>H. Vaihinger</signed><dateline>Halle a. S 13. Juli 1903</dateline></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-114"><lem><hi rend="underline">Promemoria</hi></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Alois Riehl an Vaihinger vom 13.7.1903</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-115"><lem>§ 4 unseres Universitäts-Statuts</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Statuten der Kœniglich Preussischen vereinigten Friedrichs-Universitæt Halle-Wittenberg vom 24.4.1854 (Universitätsarchiv Halle-Wittenberg Am 74070), <abbr>S.</abbr> 7: </note><rdg>§ 4 Confessioneller Charakter der Universität. Der ursprünglichen Stiftung gemäß sind bei der Universität Halle-Wittenberg nur Lehrer und Beamte evangelischer Confession zuzulassen und anzustellen.</rdg><note> – Der Dispens wurde durch Allerhöchsten Erlass <name>Wilhelm I.</name> vom 28.8.1903 erteilt (Abschrift in derselben Akte vom 10./18.9.1903).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-116"><lem>zum Zweck seiner Habilitation</lem><note>in derselben Akte befindet sich <name>Bauch</name>s Antrag auf Zulassung zur Habilitation vom 17.6.1903 mit Anlagen: Lebenslauf (faksimiliert in: Regina Meÿer <abbr>u.</abbr> Günther Schenk (<abbr>Hg.</abbr>): Neukantianisch orientierte Philosophen. Bruno Bauch. Fritz Medicus, Alois Riehl und Hans Vaihinger. Halle: Schenk 2001, <abbr>S.</abbr> 51–53), Maturitätszeugnis, Abgangszeugnisse Straßburg (30.8.1900), Heidelberg (4.3.1901), Freiburg (6.9.1902), Berlin (17.6.1903); Dissertation (Glückseligkeit und Persönlichkeit in der kritischen Ethik. Stuttgart: Frommann (Hauff) 1902), Habilitationsschrift im Manuskript (nicht in der Akte), Ausmusterungsschein (nicht in der Akte, die jedoch enthält: Doktordiplom vom 5.9.1902; Drucksache: Vom Prinzip der Moral bei Kant. Einladungsschrift zur Antrittsvorlesung Über Goethes Weltanschauung am Donnerstag 19.11.1903 11 Uhr. Halle a. S.: Kaemmerer &amp; Co. 1903. 22 S.). Die Prüfung zur Nostrifikation (Anerkennung) der Promotion fand am 9.11.1903 statt. Vaihinger prüfte über Geschichte der Erkenntnistheorie seit der Antike, beginnend mit den Vorsokratikern und endend mit <name>George Berkeley</name>.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-117"><lem>Privatdocent in Jena</lem><note><name>Max Scheler</name></note></app><app type="philological" corresp="#ED-118"><lem>A. Riehl</lem><note>eigenhändig</note></app></listApp></back></text></TEI>