Eduard Spranger an Vaihinger, Berlin, 13.5.1921, 2 S., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 6 k

Hochgeehrter Herr Geheimrat!

Mit verbindlichstem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang Ihrer beiden liebenswürdigen Zuschriften[1] und des heute eingetroffenen Wertpaketes. Es wird mir eine Ehre sein, die Aufgabe des Obmannes zu übernehmen, und ich werde mich bemühen, sie nach Ihren Anweisungen sorgfältig und objektiv zu erfüllen. Mit Herrn Geheimrat Meinecke habe ich bereits gesprochen. Er ist einverstanden, daß ich zunächst alle 3 Arbeiten selbst lese, sie dann ihm persönlich überbringe, und daß sie zuletzt an Geheimrat Lenz gehen. Auf diese Weise sparen wir am meisten Porto für Wertsendungen. Sobald | die Preisrichter einig sind, werde ich mir gestatten, Ihnen das Ergebnis zu übersenden. Ich benutze die Gelegenheit, Sie erneut meiner Verehrung zu versichern, und bin mit hochachtungsvollen Grüßen Ihr ganz ergebener

Eduard Spranger.

Kommentar der Herausgeber

1liebenswürdigen Zuschriften ] nicht ermittelt; im Zuge der Beteiligung Sprangers als Preisrichter (neben Friedrich Meinecke und Max Lenz) in einem durch den Krieg unterbrochenen Preisausschreiben der Kantgesellschaft, vgl. die übrige Korrespondenz Sprangers mit Vaihinger (1913–1915).