Regest (Zitat): „Reports on “Als-Ob” conference. Victor Altmann, of Berlin, member of the Kant Society, is prepared to donate anonymously 5,000 M for a prize[1] on “the relationship between Einstein’s relativity and contemporary philosophy, with special reference to the philosophy of Als-Ob.” Asks Einstein to thank Altmann. Proposes a three-member panel of judges composed of one “critic” of “your direction,” one “nonpartisan,” and one “friend.” Proposes Moritz Schlick[2] for the latter slot.“
1↑for a prize ] vgl. Vaihinger, mit Raymund Schmidt: Erstes und zweites Preisausschreiben der Vereinigung der Freunde und Förderer des positivistischen Idealismus,
S. 558–537, datiert auf 31.12.1920, 2.:
Das Verhältnis der Einsteinschen Relativitätslehre zur Philosophie der Gegenwart mit bes. Rücksicht auf die Philosophie des Als Ob. 2↑Proposes Moritz Schlick ] vgl. Vaihinger an Einstein vom 5.6.1923 sowie
Schlick an
Einstein vom 9.10.1920:
Die Kantgesellschaft will einen Preis ausschreiben für eine Arbeit über das Verhältnis der Rel.-Theorie zur Philosophie der Gegenwart; ich werde einer der Preisrichter sein. Als physikalischen Preisrichter möchte Vaihinger durchaus Wiener-Leipzig. Halten Sie ihn wohl für geeignet? (
https://einsteinpapers.press.princeton.edu/vol10-doc/526 (25.9.2024)). Vaihinger bemühte sich vergeblich um den Leipziger Physiker
Otto Wiener, neben
Schlick und
Ernst von Aster als Preisrichter zu fungieren,
vgl. Vaihinger an Wiener vom 25.9.1920
u. 19.10.1920.
Wiener wies das Ansinnen am 21.10.1920 endgültig mit den Worten von sich:
Was nun die Einsteinsche Theorie betrifft, so lehne ich sie durchaus nicht ab, sondern halte sie nur für ein Beispiel mehr von den vielen, die Sie in Ihrem Werke [Die Philosophie des Als Ob
] gegeben haben, während ich nur ihren tieferen physikalischen ebenso wie philosophischen Sinn bezweifle. […] Ich bin eben der Ansicht, dass doch die für die Relativitätstehorie entscheidende Schlacht auf mathematisch-physikalischem Felde [danach gestrichen:
entschieden] geschlagen werden wird (sämtliche Schreiben in Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Wiener; die Schreiben
bzw. Entwürfe an Vaihinger als
Ts.-Durchschläge mit
hs. Überarbeitungen). Am 23.6.1921 übersendet
Wiener an Vaihinger seine Schrift: Das Grundgesetz der Natur und die Erhaltung der absoluten Geschwindigkeiten im Äther. Leipzig: Teubner 1921.