Theodor Elsenhans an Vaihinger, Faulenbach bei Füssen, 9.7.1917, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 7 g, Nr. 4
Faulenbach bei Füssen (Allgäu) Pension am See
9.VII.17.
(Dresden Hohe Str. 24)
Hochgeehrter Herr Geheimrat!
Ihr freundliches Schreiben vom 6. Juli[1] wurde mir hierher nachgesandt, wo ich noch nach einer schweren Lungenerkrankung im Erholungsurlaub weile.
Das ehrende Anerbieten, beim neuen Preisausschreiben der Kantgesellschaft ein Preisrichteramt mitzuübernehmen[2], nehme ich gerne an und werde mich freuen, mit den beiden Herrn Kollegen[3] an der schönen Aufgabe mitzuwirken.
Im „Entwurf“ ist mir nur eine Kleinigkeit aufgestoßen: Seite 5 Zeile 9[a] von unten wäre nur[b] das zweite „überhaupt“ zu streichen.
Wäre es ferner nicht möglich in die „Bestimmungen“ Punkt 5 letzte Linie im Interesse der Augen der Preisrichter zu sagen[c]: durch Schreibmaschine ist wünschenswert[4]?
Ich bitte es endlich nicht als Schulmeisterei aufzufassen, wenn ich vor|schlage, mindestens in den für die Öffentlichkeit bestimmten „Bestimmungen“ die leicht vermeidbaren Fremdwörter durch deutsche Ausdrücke zu ersetzen.
Mit herzlichen Wünschen für eine Besserung Ihres Befindens und ergebensten Grüßen Ihr
Th Elsenhans