Alma von Hartmann an Vaihinger, Berlin, 17.10.1912, 2 S., hs., Briefbogen mit Trauerrand, Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 2 f, Nr. 4
Berlin d. 17. Okt[ober] 1912
Hochgeehrter Herr Geheimrat.
Die Hartmannschen Werke[1] sind in einen anderen Verlag übergegangen; der neue Verleger Herr Alfred Kröner in Leipzig[a] wünscht eine billige und verkürzte Ausgabe[2] der Phil[osophie] des Unb[ewußten] herzustellen. Ich bin der Ansicht, daß man den 3. Band, der die Schrift über den Darwinismus und die Schrift „das Unbewußte vom Standpunkt der Physiologie und Descendenztheorie“ nebst den Anmerkungen zur zweiten Auflage[b] enthält, zu diesem Zweck weglassen könnte, da an eine Kürzung | des eigentlichen Textes doch nicht zu denken ist.
Da Sie sich im Frühling sehr freundlich über das erste Hauptwerk meines Gatten aussprachen[3] und dem Verleger daran gelegen ist, das Urteil eines Fachmannes zu hören, so gestatte ich mir, Sie um eine kurze Rückäußerung[4] zu bitten.
Mit verbindlichem Gruße
A. v. Hartmann.