Wilhelm Windelband an Vaihinger, Heidelberg, 16.11.1903, 1 S., hs. (dt. Schrift), Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 9

Hochgeehrter Herr College,

Zu meinem größten Bedauern ist es mir durch unvorhergesehene Belastung[1] unmöglich geworden, Ihnen zu heute das zugesagte Ms.[2] zu schicken u. ich bitte dies sehr zu entschuldigen, und werde von morgen ab die Blätter ratenweise, wie sie irgend fertig werden, Ihnen zusenden.

Für die Notiz wegen des 12. Febr[uar][3] bin ich Ihnen sehr dankbar; die Anregung soll nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen sein.

Mit hochachtungsvollem Gruße der Ihrige

W Windelband

Kommentar der Herausgeber

1unvorhergesehene Belastung ] nicht ermittelt; am 9.11.1903 hatte Windelband im Kaufmännischen Verein Karlsruhe vorgetragen über Psychologie in Theorie und Praxis (vgl. die Notiz in: Heidelberger Zeitung, Nr. 264 vom 11.11.1903, Erstes Blatt, S. 2).
2zugesagte Ms. ] vgl. Windelband: Nach hundert Jahren. In: Kant-Studien 9 (1904), S. 5–20, sowie in: Zu Kants Gedächtnis. Zwölf Festgaben zu seinem 100jährigen Todestage. Hg. v. H. Vaihinger u. B. Bauch. Berlin: Reuther & Reichard 1904, S. 5–20.
312. Februar ]  Todestag Kants. Vgl. Windelband: Immanuel Kant und seine Weltanschauung. Gedenkrede zur Feier der 100. Wiederkehr seines Todestages, an der Universität Heidelberg. Heidelberg: C. Winter 1904.