Richard Falckenberg an Vaihinger, Erlangen, 7.6.1902, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 8 b, Nr. 2

Hochverehrtester Herr Kollege!

Eine abermalige elende Prüfungsarbeit aus München[1] hat mich verhindert, den versprochnen kl[einen] Beitrag[2] früher abzusenden.

Von Ihren gütigen Dispositionen wird es abhängen, ob mein Name unter die Überschrift oder an den Schluß zu setzen ist, u. ob vor Kant u. Erlangen[3] ein Zu einzuschieben ist.[a] S. 4 „Antwort auf 41“ habe ich auf Ihre Datumbedenken geantwortet; wenn Sie dieselben aufrecht erhalten, bitte ich (als Anmerkung)[b] einzusetzen: „auf mir brieflich seitens des Herrn Herausgebers dieser Zeitschrift[c] geäußerte Bedenken wegen der[d] Korrektheit des Datums erlaube ich mir zu bemerken, daß dieser Brief die Antwort auf 41, nicht auf 44 sein dürfte“.

Wenn Sie es für richtiger halten, daß der Name des Händlers (Lesser) wegbleibe, bitte ich die am Rande auf S. 1 beigesetzten Worte zu streichen.

Bogen 5 von Reicke[4] füge ich bei, nicht ohne Ihnen nochmals allerherzlichst für Ihre große Liebenswürdigkeit meinen wärmsten Dank | auszusprechen.

Mit herzlichem Gruß Ihr ergebenster

R Falckenberg.

Kommentar zum Textbefund

aeinzuschieben ist. ] Einfügung unter der Zeile
b(als Anmerkung) ] Einfügung über der Zeile
cseitens … Zeitschrift ]  Einfügung unter der Zeile
dwegen der ] Einfügung über der Zeile für gestrichen: über die

Kommentar der Herausgeber

1Prüfungsarbeit aus München ] vgl. Falckenberg an Vaihinger vom 29.5.1902
2Beitrag ] vgl. Falckenberg: Kant’s Berufung nach Erlangen. In: Kant-Studien 7 (1902), S. 364–365. Der kurze Beitrag ist als eigenständiger Artikel gesetzt, mit dem Autornamen unter der Überschrift.
3vor Kant u. Erlangen ] nicht ermittelt; der Titel hat offenbar in Falckenbergs Manuskript anders gelautet als in der Druckfassung.
4Bogen 5 von Reicke ] vgl. Falckenberg an Vaihinger vom 29.5.1902