Max Scheler an Vaihinger, o. O. [Jena], 11.3.1902, 1 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 5 d, Nr. 4

Sehr geehrter Herr Professor!

Mit Ihrem Vorschlag hins[ichtlich] der „Auff[orderung] zu Selbstanzeigen[2]“ bin ich einverstanden, denke aber, es würden 200 Exemplare zunächst auch genug sein. Wie sich die Sache bewährt, weiß man ja nicht. Das Manuskript habe ich gelesen und bin mit seinem Inh[alt] zufrieden, wenn vielleicht auch eine etwas kürzere Fassung (deren Vornahme ich Ihnen vollst[ändig] anheimstelle) zweckmäßig wäre. Aber wenn Sie die Kürzung für nicht thunlich halten, ist mirs auch so recht.

Für Ihre Mitt[eilung] betr[effend] Manuskripte (Katzer, Hönigswald, Freudenthal[3]) sage ich meinen schönsten Dank.

In vorzüglicher[b] Hochachtung ergebenst

Dr. M. Scheler.

Kommentar zum Textbefund

a1902. ] von anderer Hd. mit Tinte ergänzt
bvorzüglicher ] vrzg.

Kommentar der Herausgeber

1Gartenstr. 1. ] Schelers Jenaer Adresse seit WS 1901/1902, vgl. Amtliches Verzeichnis der Behörden, Lehrer, Beamten, Anstalten und Studierenden der Gesamt-Universität Jena (https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00220073 (28.8.2024)).
2zu Selbstanzeigen ] vgl. die Beilage zu Vaihinger an Paul Natorp vom 30.3.1903.
3Katzer, Hönigswald, Freudenthal ] Näheres nicht ermittelt, vermutlich zur Veröffentlichung in Kant-Studien. Darin hat Jakob Freudenthal (falls gemeint) nicht veröffentlicht; der früheste Beitrag von Ernst Katzer (Kants Prinzipien der Bibelauslegung) ist in Kant-Studien 18 (1913) erschienen; der früheste von Richard Hönigswald in Kant-Studien 13 (1908) (Zum Begriff der kritischen Erkenntnislehre; vgl. Hönigswald an Vaihinger vom 17.5.1900).