Hans Cornelius an Vaihinger, München, 21.11.1897, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 5 e, Nr. 2

Sehr geehrter Herr Professor!

Ihrer freundlichen Anregung[1] folgend erlaube ich mir Ihnen anbei den Entwurf einer Selbstanzeige[2] zu übersenden, welche auf die Beziehungen meines Buchs zu Kant[3] hinweisen soll. Meine Bemühungen dieselbe noch kürzer zu fassen, ohne der Verständlichkeit Eintrag zu thun, waren vergeblich; sollte sie das erlaubte Maß der Selbstanzeigen überschreiten | so weiß ich keinen Rat! Können Sie die Anzeige nicht brauchen so bitte ich um freundliche[a] Rücksendung des Manuskripts[b]; andernfalls um Correcturabzug![c] (da meine Schrift erfahrungsgemäß von den Setzern leicht missdeutet wird.)

Mit ergebensten Grüßen Ihr

H. Cornelius.

Kommentar zum Textbefund

afreundliche ] frdl.
bManuskripts ] MS
candernfalls um Correcturabzug! ] mit Blaustift unterstrichen

Kommentar der Herausgeber

1freundlichen Anregung ] im Nachlass Cornelius, Bayerische Staatsbibliothek München.
2Entwurf einer Selbstanzeige ] von Cornelius: Psychologie als Erfahrungswissenschaft. Leipzig: Teubner 1897, erschienen in: Kant-Studien 2 (1898), S. 461–462.
3Beziehungen meines Buchs zu Kant ] vgl. die Anforderungen für die Anzeigen eigener Bücher (Selbstanzeigen) in der Zeitschrift Kant-Studien, Beilage zu Vaihinger an Paul Natorp vom 30.3.1903: Es liegt im Interesse der Verfasser, ihre Selbstanzeigen womöglich noch vor Erscheinen des Werkes einzusenden, damit sie dann um so rascher abgedruckt werden können. Dem speciellen Interesse der „Kantstudien“ entsprechend ist es zweckmässig, den Hauptton der Autoreferates auf die Beziehungen der betr. Schrift zu Kant zu legen. Der Umfang der Selbstanzeigen beträgt eine halbe bis allerhöchstens zwei Druck-Seiten.