29.VI.1897
Verehrtester Herr Wirklicher Geh[eime] Rath, Excellenz![a]
Aus einer mir von Schwaben aus zugesandten Zeitung[1] erfahre ich, daß Sie mit Ihrer Frau Gemahlin das seltene und schöne Fest der Goldenen Hochzeit[2] zu feiern das Glück hatten. Ich freue mich zugleich derselben Zeitung zu entnehmen, daß Ihr Befinden ein ausgezeichnetes ist, was nach dem Schweizer Unfall[3] | um so erfreulicher ist. Mögen Ihnen und Ihrer verehrten Frau Gemahlin noch recht viele Jahre ungetrübten Glückes beschieden sein!
In alter herzlicher Verehrung Ew. Excellenz ganz ergebenster
H. Vaihinger
1↑zugesandten Zeitung ] womöglich Schwäbische Kronik (!), des Schwäbischen Merkurs zweite Abteilung. II. Blatt, Abendblatt
Nr. 143 vom 23.6.1897 (erreichbar via
http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/kxp776859692 (23.8.2024)):
Stuttgart, Mittwoch 23. Juni. Geh. Rat Dr. Eduard Zeller beging gestern im engsten Familienkreise mit seiner Gattin, der Tochter des berühmten Tübinger Theologen Ferd. Christ. Baur, die Feier der goldenen Hochzeit. Die Familienglieder hatten sich im unteren Bade in Liebenzell um das hochverehrte Jubelpaar versammelt. Von auswärts liefen eine große Zahl telegr. Glückwünsche von Freunden, Studiengenossen, Universitätsprofessoren und von versch. Korporationen ein. Das Befinden des Hrn. Geh. Rats ist so gut, daß er einen größeren Spaziergang unternehmen konnte; heute Abend wird derselbe aus Liebenzell zurückkehren;
vgl. die Meldung aus Stuttgart in: Beilage zu Allgemeinen Zeitung München,
Nr. 139 vom 25. Juni 1897,
S. 8:
Geh. Rath Dr. Eduard Zeller beging am 22. d. M. im engsten Familienkreis mit seiner Gattin, der Tochter des Tübinger Theologen Ferd. Christ. Baur, die Feier der goldenen Hochzeit. Das Befinden des greisen Gelehrten ist, wie der „Schw. Merkur“ berichtet, so günstig, daß er wieder größere Spaziergänge machen kann (Digitalisat via
https://digipress.digitale-sammlungen.de/ (23.8.2024)).