Heinrich Maier an Vaihinger, Tübingen, 3.4.1897, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 8 b, Nr. 3

Hochgeehrter Herr Professor!

Ich sende Ihnen im Anschluß die in Aussicht gestellte Arbeit über Kant[1]. Wegen der abermaligen Verzögerung bitte ich um Entschuldigung. Ein erneuter Influenzaanfall, der mich an der Arbeit hinderte, machte es mir unmöglich, rechtzeitig fertig zu werden. Der Aufsatz selbst ist etwas größer geworden, als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe seinen Umfang auf ca.[a] 3 Bogen berechnet, und hoffe nur, daß Ihnen diese Überschreitung nicht unbequem wird.[2]

Die Correkturbogen erbitte ich mir hieher, nach Tübingen. Sie werden mir nachgesandt werden, | wenn ich nun auf einige Wochen weggehe.

Ich bleibe, hochgeehrter Herr Professor, mit höflichem Gruße Ihr ergebenster

Dr Heinrich Maier

Kommentar zum Textbefund

aca. ] ca, in lateinischer Schrift

Kommentar der Herausgeber

1die in Aussicht gestellte Arbeit über Kant ] meint Maier, Heinrich: Die Bedeutung der Erkenntnistheorie Kants für die Philosophie der Gegenwart. In: Kant-Studien 2 ([1897]/1898), S. 389–418, u. ders.: Die Bedeutung der Erkenntnistheorie Kant’s für die Gegenwart. (Schluss.) In: Kant-Studien 3 ([1898]/1899), S. 10–40; vgl. Maier an Vaihinger vom 31.10.1896 und Maier an Vaihinger vom 17.1.1897 sowie zur weiteren Entstehung der Veröffentlichung Maier an Vaihinger vom 8.7., 14.7. und 13.11.1897.
2Der Aufsatz … unbequem wird. ]  vgl. Maier an Vaihinger vom 17.1.1897