Christoph Sigwart an Vaihinger, Tübingen, 28.10.1892, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 6 b
Tübingen, 28. Oct[ober] 1892
Verehrter Herr College
Herzlichen Glückwunsch zur Vollendung des zweiten Bandes[1]: Wie ich ihn heute früh erhielt, habe ich mich über diesen Passus[a][2] kaum weniger gefreut als über die Karte[3], die mir Ihren Jungen[4] ankündigte; u. auch diesem gilt der Glückwunsch, es kann jetzt von ihm nicht gesagt werden wie in einem andern Fall: Armer Junge, du wirst die Pflicht haben, zu deines Vaters Werken die zweiten Bände zu schreiben! Ueber der ersten Durchsicht Ihres Bandes ist mein Frühstück kalt geworden, u. ich freue mich, bis ich ihn im Zusammenhang lesen u. aus Ihrer gewaltigen Arbeit Nutzen[b] ziehen kann. Meinen Dank will ich aber nicht auch kalt werden lassen, sondern ihn für die freundliche Zusendung des Werks nicht nur, sondern in meinem Theile auch für das Werk selbst in herzlichster | Weise aussprechen, zugleich mit dem Wunsche, daß Sie ungestört das Ganze vollenden können.
Mit den freundlichsten Grüssen Ihr
C Sigwart.