Karl Kehrbach an Vaihinger, Leipzig, 24.3.1883, 1 S., hs., Postkarte an Herrn Privatdocent Dr. Hans Vaihinger | Privatdocent d. Philosophie a d. Universität | in Strassburg i/Elsass | Universität, Poststempel LEIPZIG | 1. | 25. 3 | 83 | 9–10 6.[a], STRASSBURG i. ELS. | 1. | 26 3 | 83 | 2 3 N., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XII, 5 a, Nr. 2
Leipzig 24 März 1883, Leplay-St. 4.
Die Bücher haben ihre Schicksale auch hinsichtlich der Recensionen. R. v. Gottschall[1], den ich um die Besprechung des Commentars[2] gebeten hatte, theilte mir mit, daß v. Baerenbach, der die Recension bereits übernommen längere Zeit krank gewesen oder noch krank sei und daher die Recension nicht habe schreiben können[.] Auf die Bitte Gottschalls die Recensionsexemplare zurückzusenden, (incl. Deines Commentars) habe er nicht reagirt. Ulrici[3] hatte als ich ihm vor einem oder über einem Jahre schrieb das Recensionsexemplar vergeben, stellt es mir aber jetzt zur Verfügung, nachdem er mir mündlich mitgetheilt, daß der betr[effende] Herr ihm das Exemplar wieder zugestellt habe.
Im Magazin f[ür] Litteratur d[es] In- u. Ausl[andes] kommt nur sehr selten etwas für Philosophie. Die[b] Besprechung der Herbart-Ausgaben war bereits seit 6–8 Monaten bei der Redaction und ist erst gestern erschienen.[4] Die Gartenlaube[5] hat refusirt, da dies Werk gelehrt (allerdings wahr[c]) sei. Dies nur zur Aufklärung.
Dein
Karl Kehrbach
Uebringens war ich fast das ganze letzte halbe Jahr krank. Neuralgie[d]